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Aktuelles Basel

Pragmatische Regularisierung von Sans-Papiers jetzt!

Mit der Antwort auf die Petition des Solidaritätsnetzes Region Basel nimmt Regierungsrat Baschi Dürr Stellung zu einigen Aspekten der Sans-Papiers-Härtefall-Thematik, insbesondere zu den eingeleiteten Strafverfahren gegen regularisierte Sans-Papiers. Die Stellungnahme ist begrüssenswert, darf aber nicht von den dringend notwendigen und immer wieder verschobenen Veränderungen im Kanton Basel-Stadt ablenken.

 

Unter den gegebenen (intransparenten, hohen und folgenreichen) Bedingungen getrauen sich die Sans-Papiers nicht, sich beim Migrationsamt zu melden und ein Härtefallgesuch einzureichen. Die Anlaufstelle setzt sich deshalb weiterhin für umfassende Änderungen bezüglich des Verfahrens, der Kriterien und der Folgen in der Härtefallpraxis auf kantonaler Ebene ein.

 

Die ganze Medienmitteilung zu der Petitions-Antwort von Baschi Dürr findet sich hier.

Basler Härtefallpraxis soll sich am Genfer Modell orientieren

Der Grosse Rat hat am 7. Juni 2017 mit grosser Mehrheit einen Anzug zur Legalisierung von Sans-Papiers an die Regierung überwiesen. In seiner Wortmeldung hat der zuständige Regierungsrat Baschi Dürr angekündigt, dass in Basel grundsätzlich kein anderes Modell als in Genf gelten soll. Das freut uns sehr, verlangt nun aber nach einer zeitnahen Umsetzung der Ankündigungen, um die momentan restriktive Basler Praxis zu verbessern.

Die Sans-Papiers, die vergangenes Jahr im Rahmen der Kampagne Nicht ohne unsere Freund*innen! - Solidarität im Härtefall regularisiert wurden, haben mittlerweile alle Strafanzeigen wegen illegalem Aufenthalt und Arbeiten ohne Bewilligung erhalten. Grundlage der Anzeigen waren Aussagen, welche die Sans-Papiers im Härtefallverfahren machen mussten. Dies zeigt die nach wie vor bedeutenden Unterschiede zwischen den beiden Stadtkantonen, die bei den Basler Sans-Papiers zu Verunsicherung führen, und den entsprechend grossen Veränderungsbedarf in Basel.

Die Medienmitteilung der Anlaufstelle für Sans-Papiers zur Überweisung des Anzugs findet sich hier.

Genf regularisiert Hunderte Sans-Papiers - mit Appell an Basel

Der Kanton Genf hat in Absprache mit dem Staatssekretariat für Migration mit der „Operation Papyrus“ bereits 590 Sans-Papiers eine Aufenthalts- und Arbeitsbewilligung ausgestellt. Die Härtefallregelung dient zumindest in Genf wieder ihrer ursprünglichen Idee: der Regularisierung von Sans-Papiers, die mit uns leben und arbeiten und Teil unserer Gesellschaft sind. Der liberale Sicherheitsdirektor des Stadtkantons, Pierre Maudet, ruft auch andere urbane Zentren, darunter Basel, zum Handeln auf.

Eine Medienmitteilung der Anlaufstelle für Sans-Papiers Basel findet sich hier.

 

Endlich Bewilligungen für die Nicht ohne unsere Freund*innen-Sans-Papiers

Kurz vor Jahresende haben wir die Nachricht erhalten, dass die Härtefallgesuche von Beto, Marta und Meire vom Staatssekretariat für Migration gutgeheissen wurden. Nach dem langen Kämpfen, Hoffen und Warten ist es für sie drei also endlich geschafft und sie erhalten ihre lange ersehnten Bewilligungen. Herzliche Gratulation!

Die Entscheide des SEM kamen zwar angesichts der Vergleichsfälle aus anderen Kantonen wenig überraschend, sind aber umso wichtiger, da nun die Härtefallpraxis in Basel-Stadt angepasst werden kann: auch Einzelpersonen ohne Gesundheitsprobleme können Härtefälle sein! Nach einer aufwändigen Öffentlichkeitskampagne und unzähligen Begutachtungen der Dossiers ist dies ein grosser Erfolg. Um bezüglich der Veränderungen Klarheit zu schaffen, suchen wir als Anlaufstelle für Sans-Papiers nun nochmals das Gespräch mit dem Migrationsamt und dem Justiz- und Sicherheitsdepartement Basel-Stadt.

Die Medienmitteilung findet sich hier als pdf. Eine Stellungnahme des Komitees Nicht ohne unsere Freund*innen! findet sich auf nichtohneunserefreundinnen.ch oder hier als pdf.

Austausch und Solidarität mit Ghetto out - Casa Sankara und SOC-SAT

Ende November haben uns Papa Latyr Faye, Sprecher des italienisch-senegalesischen Vereins Ghetto out - Casa Sankara und Spitou Mendy und Carmen Cruz Paredes von der Landarbeiter*innen-Gewerkschaft SOC-SAT besucht. An einer Veranstaltung, die wir zusammen mit dem SOLIFONDS, MultiWatch und dem Europäischen BürgerInnenforum organisiert haben, konnten wir von ihren jeweiligen Kämpfen um Anerkennung und Selbstbestimmung lernen und mit ihnen diskutieren. Vielen Dank für den Besuch ihnen und Danke fürs Mitdiskutieren allen, die teilgenommen haben!

Jahresend- und Härtefall-Fest

Wie bereits im vergangenen Jahr haben wir auch im 2016 wieder zusammen mit der Union der ArbeiterInnen ohne geregelten Aufenthalt, der Interprofessionellen Gewerkschaft der ArbeiterInnen (IGA) und dem Komitee Nicht ohne unsere Freund*innen! ein grosses Fest zum Jahresende organisiert. Dieses Jahr haben wir dabei auch gerade den tollen Erfolg gefeiert, dass fünf Sans-Papiers vom Kanton Basel-Stadt als Härtefälle gutgeheissen wurden, obwohl das Migrationsamt die Gesuche zuerst ablehnen wollte.

Bei den gut 250 feiernden Personen herrschte eine wunderbare Stimmung, und vom Essen, über die Musik bis zur Atmosphäre war es ein grossartiger Abend. Vielen herzlichen Dank allen fürs Kommen und Teil sein!!

Illegalisierte Migrantinnen in Privathaushalten

Zur Veröffentlichung der neuen Studie, die wir bei der Fachhochschule Nordwestschweiz in Auftrag gegeben haben, fand am 1. November eine Podiumsdiskussion statt. Carlo Knöpfl hat als Co-Autor der Studie deren Erkenntnisse vorgestellt und Politker*innen und Expert*innen haben diese auf dem Podium diskutiert. Weitere Informationen zur Veranstaltung und der Studie finden sich hier.

Härtefallkommission heisst alle Gesuche gut!

Eine tolle Nachricht: die Härtefallkommission des Kantons Basel-Stadt empfiehlt alle vier verhandelten Gesuche zur Gutheissung! Der letztlich entscheidende Vorsteher des Justiz- und Sicherheitsdepartements Baschi Dürr, folgt der Empfehlung und leitet die Gesuche zur Gutheissung ans Staatssekretariat für Migration weiter. Wir freuen uns sehr, dass die vier nun gute Chancen auf eine Bewilligung haben. Erfreut sind wir auch darüber, dass mit diesem Entscheid bekräftigt wird, dass die Härtefallregelung auch für Einzelpersonen gelten muss und dass eine sorgfältige Prüfung der Gesamtumstände entscheidend ist.

Mehr dazu auf der Website von Nicht ohne unsere Freund*innen!

Lauf gegen Grenzen 2016

Die erste Ausgabe des Lauf gegen Grenzens am 17. September war ein voller Erfolg. Bei wolkenverhangenem, aber trockenem Wetter sind über 200 Läufer*innen ganze 4168 Runden um die Claramatte gejoggt. Die gut 1000 Sponsor*innen werden so über 50'000 Franken an die Anlaufstelle für Sans-Papiers, die Freiplatzaktion Basel und kleinere Projekte spenden. Am Festbetrieb herrschte den ganzen Tag über heitere Stimmung und neben unzähligen Einzelpersonen waren auch viele der über 50 unterstützenden Organisationen vor Ort. Bei Leckerbissen aus aller Welt konnte man sich über Projekte im Migrationsbereich in Basel informieren und austauschen. Die Ansprachen und die grosse Protest- und Solirunde für die Sans-Papiers der Kampagne Nicht ohne unsere Freund*innen! haben zudem auch den politischen Forderungen für eine offene und solidarische Gesellschaft Ausdruck verliehen.

Vielen Dank an alle Beteiligten für diesen tollen Anlass und das starke Zeichen!

Appelle zur Unterstützung der Sans-Papiers-Härtefälle

Basler Persönlichkeiten aus Kunst, Kultur und Wissenschaft sowie Vertreter*innen kirchlicher Kreise haben am Abend des 8. September dringliche Appelle an die Härtefallkommission Basel-Stadt der Öffentlichkeit vorgestellt. Darin fordern sie die Kommission auf, die Lebensumstände von Beto, Desirée, Marta und Meire als Härtefälle anzuerkennen und ihre Gesuche um eine Bewilligung gut zu heissen. Prof. Dr. Regina Wecker, Pfarrerin Ines Rivera und Jean-Jacques Dünki präsentierten die Appelle bei einem Apéro im Spalentor.

Die Appelle, ein Bericht und Fotos finden sich hier.

Medienberichte zu Sans-Papiers

In den vergangenen Wochen und Monaten gab es einige Medienberichte zum Thema Sans-Papiers. Gerade in den regionalen Medien hat insbesondere die Kampagne Nicht ohne unsere Freund*innen für viele Berichte gesorgt, sowohl die individuellen Schicksale der betroffenen Sans-Papiers als auch das Thema der Härtefälle. Eine Liste der verschiedenen Medienberichte findet sich auf der Kampagnen-Website. Besonders empfehlenswert sind das lange Kontext-Interview mit Golondrina sowie der TeleBasel-Report zu drei der Sans-Papiers, die im April ihr Härtefallgesuch eingereicht haben.

Einen spannenden Einblick in die Arbeit bei der Anlaufstelle für Sans-Papiers Basel gibt es in der NZZ.

Migrationsamt will Härtefallgesuche ablehnen - Hoffnung nun auf der Härtefallkommission

Die Antwort des Migrationsamts auf die eingereichten Härtefallgesuche ist erschütternd: sie wollen sieben von acht ablehnen. Für die drei anonym eingereichten Gesuche heisst das, dass den betreffenden Sans-Papiers schlechte Aussichten bescheinigt werden, falls sie ein namentliches Gesuch einreichen würden. Die vier namentlich eingereichten Gesuche von Beto, Desirée, Marta und Meire werden nun der kantonalen Härtefallkommission unterbreitet. Die bestehende Gesetzeslage sowie die derzeitige Praxis des Staatssekretariats für Migration ermöglichen es ohne Weiteres, die eingereichten Gesuche als Härtefälle anzuerkennen. Daher schauen wir der Sitzung der Kommission Ende September optimistisch entgegen.

Die Stellungnahme des Komitees Nicht ohne unsere Freund*innen! findet sich hier.

Vortrag und Diskussion zum Thema Sans-Papiers am 2. Mai 2016

In Zusammenarbeit mit Amnesty International Students Basel und der Basler Amnesty-Themengruppe Asyl und Migration organisieren wir einen Themenabend zu Sans-Papiers. Zum Einstieg zeigen wir die 16 Kurzfilme, die vergangenes Jahr bei einem Kurzfilmwettbewerb der Anlaufstelle für Sans-Papiers Bern entstanden sind. Danach geben Vertreter*innen der Anlaufstelle für Sans-Papiers und des Komitees Nicht ohne unsere Freund*innen! Auskunft über die Situation von Sans-Papiers, Möglichkeiten, ihre Lebenssituationen zu verbessern und die aktuelle Härtefall-Kampagne des Komitees. Anschliessend gibt es einen Apéro.


Das Ganze findet statt am Montag, den 2. Mai 2016, um 18.15 Uhr im Hörsaal 117 des Kollegienhauses der Universität Basel (Petersplatz 1, 4003 Basel).

1. Mai 2016

Wie jedes Jahr waren die Anlaufstelle für Sans-Papiers Basel und die Union der ArbeiterInnen ohne geregelten Aufenthalt auch 2016 wieder an den 1. Mai-Demonstrationen und -Feierlichkeiten mit dabei. Ana Baldivieso von der Union hat auch eine Rede gehalten, in der sie die Altersvorsorge - das Thema des diesjährigen 1. Mai - aus Sans-Papiers-Sicht betrachtet. Die Rede findet sich auf Seite 3 der Stimme der Sans-Papiers vom Juni 2016, elektronisch hier.

Einreichung der Härtefallgesuche und Übergabe der Unterschriften

Am Donnerstag, dem 7. April, haben wir die Härtefallgesuche eingereicht. Fünf der Sans-Papiers haben ihr Härtefallgesuch namentlich eingereicht, drei nochmals anonym. Zusammen mit den Gesuchen wurden auch die Unterschriftensammlung der Kampagne und die Logos der unterstützenden Organisationen übergeben. Zwar handelt es sich bei Härtefällen um Einzelfallgesuche, hinter diesen steht aber eine breite Öffentlichkeit. In den vergangenen Monaten haben rund 3000 Menschen und 30 Organisationen unsere Anliegen unterzeichnet. Rund 130 Personen haben die Sans-Papiers bei der Übergabe unterstützt. Herzlichen Dank allen fürs Kommen!

Bilder, ein Video und die Rede finden sich hier.

Sans-Papiers-Kurzfilme und Diskussion im kult.kino

Wir zeigen die 16 Kurzfilme zum Thema Sans-Papiers, die vergangenes Jahr im Rahmen eines Kurzfilmwettbewerbs der Anlaufstelle für Sans-Papiers in Bern entstanden sind. Die Filme behandeln in unterschiedlichen Weisen verschiedene Aspekte des Lebens als Sans-Papiers.

Nach der Vorführung der Filme gibt es Zeit und Raum für Diskussionen. Dazu wird jemand von Nicht ohne unsere Freund*innen! anwesend sein. In dieser aktuell in Basel laufenden Kampagne setzen sich Sans-Papiers und Unterstützer*innen für eine menschlichere Auslegung der Härtefallregelung – der momentan einzigen Möglichkeit der Regularisierung von Sans-Papiers – ein.

Das Ganze findet statt am Sonntag, den 13. März 2016, um 11.15 im kult.kino Atelier (Theaterstrasse 7, 4051 Basel).

In Zusammenarbeit mit dem Komitee Nicht ohne unsere Freund*innen! und der Anlaufstelle für Sans-Papiers Basel.


Kurzfilme: Lucia, 3'00, von Keerthigan – Zaungespräch, 3'41, von Lisa Gerig – Mirjana, 3'00, von Andrina Schneller – Ich bin Nathi, 3'06, von Julio Barrantes Zunzunegui und Rahel Schaer – Nomad Africa, 03'11, von Florian Bachmann – Griechenland Retour, 3'39, von Hansueli Holzer – Sans Papier, 1'33, von Martine Ulmer, Mia Murat und Nina Christen – Sauber, 1'06, von Kreativkollektiv mobtik – Reise nach Bethlehem, 1'32, von Filippo Lubiato – Oui?!, 1'32, von Simona Koch – Holger the unicorn, 2'05, von Maria Gysi – Himmel oder Hölle, 0'58, von Joana de la Fontaine und Sarah Rathgeb – Ubuntu, 2'43, von Noemi Reginelli und Abirami Krishnapillai – Hast du Papiere?, 3'00, von Claudia Baena und Erich Fässler – untergetaucht_aufgetaucht, 4'00, von Alexandre Lecoultre, Baptiste Aubert und Dorothea Wawrinka – Es sind nicht wir, 1'45, von Yves Farine

Wir alle sind Basel

Unter dem Motto Wir alle sind Basel sind am Samstag, den 6. Februar, Hunderte Menschen durch Basel gelaufen und haben für eine offene Schweiz demonstriert. Am Nachmittag wurden bei Workshops verschiedene Migrationsthemen vertieft und mögliche Lösungen ausgearbeitet. Die Anlaufstelle für Sans-Papiers Basel und das Komitee Nicht ohne unsere Freund*innen waren beide im Organisationskomitee des Wir alle sind Basel-Tags und am Tag selber mit engagiert.

Riesen-Wunschkarte für Baschi Dürr

Nachdem ganz viele Leute in den vergangenen Wochen unsere Wunschkarten unterzeichnet und abgeschickt haben, sind wir nun am 21. Januar 2016 persönlich bei ihm vorbeigegangen, um eine Riesenwunschkarte zu übergeben. Wir haben uns beim Stadthaus der Bürgergemeinde versammelt und alle gemeinsam die Karte unterzeichnet. Gut fünfzig Personen haben darauf hin neun maskierte ‚Sans-Papiers‘ zum Justiz- und Sicherheitsdepartement im Spiegelhof geleitet. Da wurden wir von Baschi Dürr empfangen, der interessiert unserer Rede zugehört hat. In dieser haben wir bekräftigt, dass wir eine Politik gegenüber Sans-Papiers fordern, die dem offenen Geist der Stadt gerecht wird. Für die Behörden bedeutet das, dass sie Härtefallgesuche von Sans-Papiers wohlwollend begutachten und insbesondere die Gesuche unserer neun Freund*innen gutheissen und nach Bern weiterleiten. Herzlichen Dank an alle, die dabei waren!


Mehr Fotos, die Rede und Medienartikel finden sich hier.

Weihnachtsessen 2015

 

Um auch die Erfolge und schönen Momente im Leben und der Unterstützung von Sans-Papiers gemeinsam zu feiern und zu geniessen, haben die Union der ArbeiterInnen ohne geregelten Aufenthalt und die Anlaufstelle für Sans-Papiers Basel zusammen mit der Interprofessionellen Gewerkschaft der ArbeiterInnen (IGA), den Schlemmergarten-Leuten und den UnterstützerInnen der Solidaritätskampagne „Nicht ohne unsere FreundInnen“ am Samstag, 19. Dezember 2015 zum grossen Jahresendessen im Begegnungszentrum Union eingeladen.

Es war ein wunderbares, rauschendes Fest! Grenzenloser Dank gebührt allen UnterstützerInnen, HelferInnen, KöchInnen, MusikerInnen, RednerInnen, FreundInnen, Bekannten und sonst irgendwie Mitwirkenden. Wir haben uns sehr über die zahlreiche Teilnahme gefreut und sind hochmotiviert für ein kämpferisches neues Jahr!

 

Hier gehts zu den Bildern.

 

Chancengleichheitspreises beider Basel 2015 indirekt auch an die Anlaufstelle für Sans-Papiers Basel

Der Chancengleichheitspreis beider Basel, der von den Regierungen der beiden Basler Halbkantone verliehen wird, geht im Jahr 2015 an respekt@vpod sowie an Prof. Dr. Regina Wecker. respekt@vpod setzt sich für die Rechte und Anliegen von Migratinnen und Migranten ein, die betagte Personen in Privathaushalten betreuen. Regina Wecker engagiert sich als Mitbegründerin der Geschlechterforschung in der Schweiz seit über 40 Jahren sowohl wissenschaftlich als auch gesellschaftspolitisch für die Gleichstellung von Frauen und Männern. Wir gratulieren den Preisträgerinnen herzlich!

Während das Netzwerk respekt@vpod thematisch sehr nahe an vielen Problemen, die auch Sans-Papiers betreffen, arbeitet, hat sich Regina Wecker verschiedentlich mit Geschlechterverhältnissen und Migration auseinander gesetzt. Aus ihrem Engagement heraus hat sich Regina Wecker entschieden, einen Teil ihres Preisgeldes der Anlaufstelle für Sans-Papiers und insbesondere der Kampagne Nicht ohne unsere Freund*innen! zukommen zu lassen. Wir bedanken uns von ganzem Herzen dafür!

 

Stellenausschreibung Mitarbeiter/in Administration

Eine weitere Position ist bei der Anlaufstelle für Sans-Papiers Basel neu zu besetzen. Wir suchen eine/n Mitarbeiter/in Administration (20%) ab Januar 2016 oder nach Vereinbarung. Bewerbungen bis 29.11.2015. Die Stellenausschreibung findet sich beispielsweise hier.

Mariama verlässt uns - wir suchen eine neue Verantwortliche für den Gesundheitsbereich

Mit grossem Bedauern lassen wir unsere geschätzte Mitarbeiterin Mariama im nächsten Jahr ziehen. Deshalb sucht die Anlaufstelle für Sans-Papiers Basel eine/n neue/n Verantwortliche/n für den Gesundheitsbereich ab Februar 2016 oder nach Vereinbarung. Bewerbungen bis 15.11.2015. Die Stellenausschreibung findet sich hier.

Die neue Stimme der Sans-Papiers ist da!

Die Stimme der Sans-Papiers zum Herbst 2015 ist erschienen. Die Zeitung der Anlaufstelle für Sans-Papiers Basel und der Union der ArbeiterInnen ohne geregelten Aufenthalt erscheint zum ersten Mal als Doppelausgabe. Schwerpunktthema ist das Mittelmeer und die Situation der Flüchtlinge, die den gefährlichen Weg über dieses auf sich nehmen.

 

Stimme der Sans-Papiers 36 / September 2015

 

Wenn Sie die Stimme gerne in Ihren Briefkasten erhalten, schreiben Sie an basel(at)sans-papiers.ch.

Auf der Strasse gegen Fremdenfeindlichkeit und für eine offene Schweiz für alle!

Am Freitag, dem 2. Oktober, sind 1500 Menschen durch Basel spaziert, um gegen Fremdenfeindlichkeit und für eine offene Schweiz für alle zu demonstrieren. Auch die Anlaufstelle und die Union waren mit vielen Sympathisantinnen, schönen Transparenten, einem farbigen Wagen und lauten Gesängen unterwegs. Flyer haben darauf hingewiesen, dass sowohl die Politik gegenüber neu ankommenden wie auch die Politik gegenüber schon lange hier ansässigen Migrantinnen und Migranten nicht tragbar ist und sich unbedingt ändern muss. Dazu gab es auch Flugblätter und ein Transparent, die die Kampagne Nicht ohne unsere Freund*innen! ein erstes mal einer grösseren Öffentlichkeit vorgestellt haben. Die bunte Menschenmenge und die interessanten Begegnungen mit Spazierenden und Passantinnen waren sehr motivierend. Wir freuen uns schon auf das nächste mal auf der Strasse!

Die Union an der frischen Luft in den Bündner Alpen

Ende August hat die Union der Arbeiterinnen und Arbeiter ohne geregelten Aufenthalt einen gemeinsamen Ausflug gemacht. Wie immer eine tolle Gelegenheit, ein paar Tage aus Basel heraus zu kommen, den Alltag hinter sich zu lassen und Zeit zusammen zu verbringen. Dieses Jahr war das selbstverwaltete Ferien- und Bildungszentrum Salecina bei Maloja das Reiseziel. Trotz etwas regnerischen Wetters konnten wir die Bündner Bergwelt sehr geniessen und hatten beim Wandern, Museumsbesuch und Beisammensein viel Spass. Auf den nächsten Ausflug!

Nicht-Beachtung des Kindeswohls bei Sans-Papiers

Am 1. September hat Roberto Lopez von der Anlaufstelle für Sans-Papiers Basel an einer vom Netzwerk Kindesschutz Basel organisierten Podiumsdiksussion teilgenommen. Bei dieser Gelegenheit konnte wieder einmal darauf aufmerksam gemacht werden, dass derzeit im Falle von Sans-Papiers das Kindeswohl eine untergeordnete Rolle spielt. Sowohl bei Fragen zum Aufenthaltsstatus wie auch bei Armut in Folge des Ausschlusses von der Sozialhilfe wird dem Wohl von Kindern kaum Aufmerksamkeit geschenkt. Dies muss sich unbedingt ändern!

Bolivianischer Konsul besucht Union

Vergangenen Samstag war der bolivianische Konsul aus Genf zu Besuch bei der Union der Arbeiterinnen und Arbeiter ohne geregelten Aufenthalt. In lockerer Atmosphäre wurde über die Probleme und Schwierigkeiten von Sans-Papiers aus Bolivien diskutiert. Es freut uns sehr, dass sich auch Regierungsvertreter für die Situation von Sans-Papiers und ihre Lebensverhältnisse interessieren. Der Austausch war für beide Seiten sehr spannend.

Lehre statt Leere für Sans-Papiers

Die Brüder Irtiza und Abdullah haben eine Bewilligung für die Dauer ihrer Lehre erhalten! Dank viel Unterstützung von Landrätinnen, Lehrpersonen, Mitschülern, dem Amt für Migration Basel-Landschaft sowie den beiden Lehrbetrieben war dieser tolle Erfolg möglich. Wir hoffen sehr, dass sich das Recht auf Bildung auch in Zukunft durchsetzt!

Vielen herzlichen Dank allen Unterstützerinnen und Unterstützern! Und viel Erfolg für die Zukunft, Irtiza und Abdullah!

Dienstmädchen - ausgebeutet, hier wie dort

Eine Sendung des Schweizer Radio SRF über Dienstmädchen. Gerade in der Schweiz wird sehr viel Hausarbeit von Sans-Papiers verrichtet - auch dies wird in der Sendung und dem zugehörigen Artikel thematisiert. Golondrina erzählt eindrücklich von ihrem Leben als Sans-Papiers-Hausarbeiterin in Basel. Hörens- und lesenswert!

Hier der Link zur Sendung

Neue Studie zu den ungeahnten Folgen der Fachkräfteinitiative!

Wir sind darüber schockiert, dass nach der Annahme der Masseneinwanderungsinitiative von rechts bis links verkündet wird, es reiche doch aus, das potential der einheimischen Fachkräfte besser zu nutzen, dann würde die Zuwanderung automatisch zurückgehen. Vergessen geht wieder einmal die unentgeltlich geleistete Haus- und Betreuungsarbeit, welche zunehmend an bezahlte ArbeiterInnen ausgelagert wird. Dies sind oft MigrantInnen, und wenn die Grenzen dicht gemacht werden, Sans-Papiers.


Nun haben wir bei der Fachhochschule Nordwestschweiz eine Studie in Auftrag gegeben, welche die Auswirkungen der Umsetzung der Fachkräfteinitiative auf die Haus- und Betreuungsarbeit aufzeigen soll.

 

Für die Studie sind wir auf eure Spenden angewiesen und haben deshalb ein Crowfundingaufruf mit ganz vielen tollen "Goodies" lanciert.

Besten Dank für eure Unterstützung!

 

Das Wildwuchsfestival 2015

Vom 4. bis 14. Juni fand das siebte Wildwuchsfestival statt. Das Kulturfestival für alle widmete sich zum ersten Mal in einem Schwerpunkt dem Thema Migration u.a. in Kooperation mit der Anlaufstelle für Sans-Papiers und der Union der ArbeiterInnen ohne geregelten Aufenthalt.


Mitgliederinnen der Union haben bei folgenden zwei Produktionen tatkräftig mitgewirkt:

-Homeradio Wildwux:Zimmer Frei

-Cleaning Women

Die Stimme der Sans-Papiers Nr. 35 ist da!

Hier finden Sie die aktuelle Ausgabe unserer Vereinszeitung "Die Stimme der Sans-Papiers."

Es ist eine spezielle Ausgabe, denn unser langjähriges Vorstandsmitglied Anni Lanz hat sich entschieden, zurückzutreten. Wir möchten Anni hiermit für ihr grossartiges Engagement danken und wünschen ihr nur das Beste!

Es freut uns, dass neu Barbara Hauenstein und David Rinderknecht die Gestaltung des Bulletins übernehmen.

1. Mai 2015

Die Union der ArbeiterInnen ohne geregelten Aufenthalt war auch dieses Jahr mit einem Info- und Essenstand an der 1. Maifeier auf dem Marktplatz präsent. Ein Unionsmitglied hat sogar eine Rede gehalten, welche Sie hier nachlesen können.


Herzlichen Dank an alle Unterstützende!

Solidarität mit den Besetzenden der Kirche Saint-Laurent in Lausanne

Am Sonntag 8. März 2015 haben Aktivist_innen mit und ohne Papiere die Kirche Saint-Laurent im Zentrum von Lausanne besetzt. Sie bitten um Kirchenasyl.

Das Dublin-Abkommen verhindert, dass Flüchtlinge selber bestimmen können, wo und wie sie leben möchten. Und die Schweiz benützt das Abkommen um Flüchtlinge jederzeit nach Italien auszuschaffen, obwohl sie dort unter prekärsten Bedingungen leben müssen.

Die Anlaufstelle für Sans-Papiers Basel solidarisiert sich deshalb mit den Besetzenden der Kirche Saint-Laurent in Lausanne, welche ein sofortiger Stopp sämtlicher Rückschaffungen fordern, insbesondere nach Italien.

Mehr Infos zur Besetzung in Lausanne und das Manifest zum unterschreiben finden Sie hier.

Und Soldarité sans frontières hat eine Petition gegen die Rückschaffungen nach Italien lanciert, bitte unterschreiben!



Die Stimme der Sans-Papiers Nr.34 ist da!

Buchpräsentation: Mein Weg vom Kongo nach Europa

MEIN WEG VOM KONGO NACH EUROPA

Zwischen Widerstand, Flucht und Exil
mit dem Autor Emmanuel Mbolela und dem Übersetzer Dieter Alexander Behr


Emmanuel Mbolela beschreibt in seiner autobiographischen Erzählung die Erfahrungen und Hintergründe seiner jahrelangen Flucht vom Kongo bis nach Europa und berichtet auf eindrückliche Weise von der Gewalt und Ausbeutung während der Flucht. Als politischer Aktivist verortet er seine eigene Geschichte innerhalb der herrschenden Migrations- und Grenzpolitiken und macht darüber hinaus die ausbeuterischen Arbeitsbedingungen, denen migrantische Arbeitskräfte in europäischen Ländern oftmals ausgesetzt sind, zum Thema. Der Autor ist Vortragender und antirassistischer Aktivist im Netzwerk Afrique Europe Interact.


Buchpräsentation in Basel
Wann? Donnerstag, 16.10., 19:30
Wo? Longo maï-Haus, St.Johanns-Vorstadt 13
Miteinladende Organisationen: Basler Anlaufstelle für Sans-Papiers, Bleiberecht Basel, Solidaritätsnetz Basel


Weitere Veranstaltungen in Zürich am 14.10.2014 und in Bern am 15.10.2014, Details siehe Flyer.

 

10 Jahre Sozialkonferenz Basel: Not wenden - notwendig

Die Sozialkonferenz Basel versteht sich als Vernetzungs- und Diskussions­plattform zum Thema Armut und Armutsbekämpfung in Basel. Sie vernetzt die dafür wichtigen Akteurinnen und Akteure, lanciert sozialpolitisch relevante Themen, bearbeitet und diskutiert diese in geeigneter Form, bezieht zu spezifischen Themen Stellung und erarbeitet Handlungsempfehlungen.

Die Anlaufstelle für Sans-Papiers Basel ist mit dabei und leitet die Arbeitsgruppe zum Thema Antirassismus und Migration: "Deine Armut - Meine Armut - Unsere Armut? Wie werden wir Armutsbetroffene gegeneinander ausgespielt?"

Die Jubiläumsveranstaltung findet am 11. und 12. September 2014 im UNION, Klybeckstrasse 95, 4057 Basel, Grosser Saal statt.
Hier finden Sie das detaillierte Programm und hier den Beitrag von Radio Dreyeckland. Ausserdem haben die Tageswoche, die BZ und die BAZ über die Sozialkonferenz berichte.

 

 

Die neue Stimme der Sans-Papiers ist da!

In der Stimme Nr. 33 berichten wir über die arbeitsrechtliche Situation von Hausangestellten, stellen das Buch zur Ecopop-Initiative von Balthasar Glättli und Pierre-Alain Niklaus vor und halten Rückschau auf zwei Jahre Medizinische Grundversorgung für Sans-Papiers.

Wanderausstellung "Keine Hausarbeiterin ist illegal"

Mehr als 40'000 Frauen ohne Aufenthaltsbewilligung halten täglich schweizweit unsere Haushalte in Schuss. Sie tragen somit viel zu unserem Wohlstand und zu unserer Lebensqualität bei. Ihre Erwerbstätigkeit ist aber geprägt durch äusserst prekäre Arbeitsbedingungen, das Fehlen eines echten sozialen Schutzes und die omnipräsente Angst vor einer plötzlichen Ausschaffung aus der Schweiz.

 

Eine Kunstausstellung der Kampagne "Keine Hausarbeiterin ist illegal"  gibt Einblick in dieses Leben im Schatten.


Sie ist bis Mitte September im Restaurant Hirscheneck in Basel zu sehen.

 

Die Petition im Wortlaut sowie die enttäuschende Antwort des BFM-Direktors Mario Gattiker darauf und weitere Infos zur Kampagne finden Sie auf www.khii.ch.

 

 

 

 

 

 

Lehre statt Leere für Sans-Papiers!

Jugendliche Sans-Papiers laden am 26. August 2014 zu einer nationalen Pressekonferenz in Bern ein, weil ihnen trotz Verordnungsänderung vom
1. Februar 2013 der Zugang zu einer Berufslehre verwehrt bleibt. Bis heute sind lediglich zwei Härtefallgesuche beim Bundesamt für Migration eingereicht worden. Dies obwohl gemäss einem Bericht der Städteinitiative rund 200 bis 300 Jugendliche von dieser Regelung profitieren dürften. Die Plattform zu den Sans-Papiers unterstützt ihr Anliegen und fordert eine Anpassung der Verordnung, damit:

    - Den Jugendlichen ein beschleunigtes und hindernisloses Verfahren zur Erlangung der Aufenthaltsbewilligung
      während der Ausbildung garantiert werden kann.

    - Allen anwesenden Familienmitglieder während der Ausbildung die Bewilligung des Aufenthaltes in der Schweiz erteilt werden kann.

Vor der Pressekonferenz führen wir mit deiner Hilfe eine Platzaktion auf dem Bärenplatz in Bern durch. Möglichst viele junge Menschen sollen ihre Solidarität mit jugendlichen Sans-Papiers bekunden. Hast Du eine Stunde Zeit und Lust mitzumachen?

Treffpunkt: Dienstag 26. August, 10.00 Uhr, im Bahnhof Bern (Treffpunkt)

Mitbringen: Falls du eine Berufskleidung und Berufsgegenstände hast, dann bring diese bitte mit. (Beispielsweise Handwerkerhosen, Kochbluse, Werkzeuge usw.) Bitte verbreite die Info über deine Kanäle!

 

Die Bilder zur Pressekonferenz und der Begleitaktion finden Sie hier:

 

Hier finden Sie weitere Informationen:

- Einladung zur Pressekonferenz vom 26.08.2014 (die französiche Version finden Sie hier)

- Medienmitteilung "Lehre statt Leere" 26.08.2014 (die französische Version finden Sie hier)

- Reden PK 26.08.2014

- Aussagen Jugendliche PK 26.08.2014

- Bericht der Schweizerischen Beobachtungsstelle für Asyl- und Ausländerrecht

- Medienmitteilung der Eidgenössischen Kommission für Migrationsfragen (EKM) vom 03.06.2014

- Artikel Sozial Aktuell (Januar 2014)

- Motion Barthassat Lehrstellen (die französische Version fnden Sie hier)

- Bericht der Städteinitiative Sozialpolitik im Auftrag des Schweizerischen Städteverbandes (Juli 2010)

 

Medienecho:

Tagesanzeiger: Hohe Hürden für papierlose Lehrlinge

SRF News: Sans Papiers machen keine Lehre – warum nicht?

Echo der Zeit vom 26.08.2014

Tageswoche: Der Zugang zu einer Ausbildung bleibt schwierig

Tageswoche: Vor dem Ende der Schulzeit hatte ich Angst

Tele 1: Nachrichten Zentralschweizer Fernsehen vom 26.08.2014

Tele 1: Fokus Zentralschweizer Fernsehen vom 26.08.2014

Newsticker NZZ: Tiefere Hürden bei Berufslehre für Sans-Papiers gefordert

Le Temps: Les sans-papiers sont réticents à se lancer dans un apprentissage

Bluewin Infos Suisse: Sans-papiers: un collectif veut faciliter l'accès à l'apprentissage

kipa: Sans-Papiers bleibt Zugang zu Berufslehre weiterhin verwehrt

l'événement syndical: Sans papiers et sans apprentissage

 

 

 

 

Sans-Papiers in der Landwirtschaft

Zwei Artikel in der Basellandschaftlichen Zeitung vom 16.08.2014

Seit Jahren integriert in Hof und Familie, trotzdem ist er «illegal»
Er arbeitet seit Jahren bei einem Baselbieter Bauern. Doch eine Aufenthaltsbewilligung hat er keine, denn er kommt aus dem Kosovo,
einem Drittstaat. Diese absurde Situation wirft ein Schlaglicht auf die bäuerliche Arbeitswelt. von Daniel Haller

In der Landwirtschaft werden Angestellte schlecht bezahlt
2012 hatten im Baselbiet von den 763 Hilfskräften auf dem Bauernhof gut die Hälfte keinen Schweizer Pass. Das liegt vor allem an
den unattraktiven Arbeitsbedingungen: Tiefe Löhne und unvorhersehbare Arbeitszeiten. von Daniel Haller

 

 

 

Die "Stimme der Sans-Papiers" Nr. 32 ist da!

Hier finden Sie die aktuelle Ausgabe unserer Vereinszeitung "Stimme der Sans-Papiers".

Imagine Festival

Am 6. und 7. Juni 2014 fand in Basel das Imagine Festival statt. Jedes Jahr besuchen rund 35‘000 Besucher und Besucherinnen das Festival auf dem Barfüsserplatz. Die öffentlichkeitswirksame Plattform soll Jugendliche zu den Themen Ausgrenzung, Gewalt, Diskriminierung und Rassismus sensibilisieren und auch einen innovativen Beitrag zur Basler Kulturszene leisten.

Die Anlaufstelle für Sans-Papiers war an diesem Jahr erstmals mit einem Stand präsent und hat die Jugendlichen auf die schwierige Lebenssituation der Sans-Papiers in der Schweiz aufgeklärt. Die Aktion war ein riesen Erfolg und viele Jugendliche haben Interesse gezeigt,  sich zukünftig ehrenamtlich im Raum Basel für die Sans-Papiers zu engagieren.

Hier finden Sie mehr Informationen zum Imagine Festival (website: http://imaginefestival.ch/)

 

 

 

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                  Foto © František Matouš

 

 

 

 

Das Basler Modell schafft Legalität und beseitigt Rechtlosigkeit

Am 6. Juni 2014 erschien das Namensinserat zum Basler Modell in der Tageswoche und der Basellandschaftlichen Zeitung. Herzlichen Dank an alle UnterstützerInnen!

 

Eine Gesellschaft, die glaubt, Zuwanderung wie einen Wasserhahn auf- und zudrehen zu können, belügt sich selbst. Das zeigt sich auch bei den MigrantInnen ohne Aufenthaltsbewilligung (Sans-Papiers), deren Dienstleistungen beansprucht, aber deren Existenz und Rechte negiert werden. So entlasten in der Basler Region Tausende Sans-Papiers als Hausangestellte unter der Bedingung von Illegalität, Angst und faktischer Rechtlosigkeit einheimische Erwerbstätige. Sie putzen, bügeln, kochen, hüten Kinder, betreuen Alte und Kranke. Um diesen Missstand zu beheben unterstützen die Unterzeichnenden das Basler-Modell mit den drei Forderungen:


1. Pro Jahr sind eine bedarfsgerechte Anzahl von Aufenthalts- und Arbeitsbewilligungen an in Basel arbeitende Sans-Papiers
aus Nicht-EU-Staaten zu vergeben.


2. Der Zugang zu den Sozialversicherungen steht allen erwerbstätigen Sans-Papiers offen. Eine allfällige Meldepflicht an die Ausländerbehörde,
die ihnen solchen Zugang blockiert, wird in Basel nicht angewendet. Ein Chèque service nach Genfer Art könnte dies garantieren.


3. Basel erteilt jugendlichen Sans-Papiers grosszügig Bewilligungen, um ihnen eine berufliche Grundausbildung zu ermöglichen.
Die Lehrstellenverordnung wird in Basel in liberaler Praxis umgesetzt.

 

Hier finden Sie mehr Informationen zum Basler Modell.

 

 

 

 

 

1. Mai 2014

Die Union der ArbeiterInnen ohne geregelten Aufenthalt war am 1. Mai Fest 2014 wie jedes Jahr wieder mit einem Info- und Essensstand auf dem Barfüsserplatz in Basel präsent. Vielen Dank Allen!

Mehr Bilder vom 1. Mai 2014 finden Sie hier.

 

 

 

 

 

 

 

 

Migrationspolitik. Jenseits von Gut und Böse

Ein Gastbeirtrag von Anni Lanz im Surprise Nr. 323

Hier können Sie den ganzen Artikel lesen.