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Hausarbeiterinnen

Wirtschaftssektor Privathaushalte

Immer öfter entlasten MigrantInnen als Hausangestellte einheimische erwerbstätige Frauen (und seltener Männer) von ihrer Doppelbelastung. Sie putzen, bügeln, kochen, hüten Kinder, betreuen Alte und Kranke. Diese Stellen wurden schon früher traditionell mehrheitlich durch die jeweils zuletzt zugewanderten Frauen besetzt. In städtischen Gebieten arbeiten inzwischen die Mehrzahl der Sans-Papiers in der Hauswirtschaft. Dass immer mehr Migrantinnen diese gesellschaftlich wichtige Arbeit nur unter der Bedingung von Illegalität, Angst und faktischer Rechtlosigkeit leisten können, ist skandalös und bedeutet für die Betroffenen eine massive Einschränkung ihrer Lebensqualität.

Gemäss Untersuchungen in verschiedensten europäischen Ländern ist dieser Sektor seit Anfang der neunziger Jahre geradezu explosiv gewachsen.  Klicken Sie hier, um einige Studien zu lesen.

Nicht gerufen und doch gefragt - Sans-Papiers in Schweizer Haushalten

Von Pierre-Alain Niklaus

Mehrere Hunderttausend Personen in der Schweiz greifen heutzutage auf bezahlte Hilfe zurück, um ihren Haushalt in Schuss zu halten. Nur weil im Hintergrund jemand die Hausarbeit übernimmt, können immer mehr Frauen und Männer Erwerbsarbeit und Karrierewünsche mit Familie und Freizeit vereinbaren.

In den Privathaushalten sind mehrheitlich Menschen tätig, die kaum andere Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt haben: einerseits wenig qualifizierte Schweizer/innen, legal niedergelassene Ausländer/innen oder Grenzgänger/innen, andererseits Frauen und Männer ohne geregelten Aufenthaltsstatus, sogenannte Sans-Papiers. Weil sie aus Nicht-EU-Staaten kommen, räumt ihnen das Schweizer Ausländergesetz keine legale Einwanderungsmöglichkeit ein.

Das Buch wirft ein Schlaglicht auf diesen verborgenen Teil der Wirtschaft und seine Akteure. Es zeigt den »stillen Skandal« auf, dass Zehntausende Menschen aus Südamerika, Afrika und Asien über Jahre hinweg beinahe rechtlos in der Schweiz leben und arbeiten. Das Buch gibt diesen Menschen eine Stimme und zeichnet nach, wie die Politik es verpasst hat, eine menschliche, rechtsstaatliche und wirtschaftlich befriedigende Lösung zu finden. Es führt zudem Lösungen auf, die andere Staaten umsetzen und die auch – bis jetzt erfolglos – für die Schweiz vorgeschlagen wurden.

Wisch und weg!

Sans-Papiers HausarbeiterInnen zwischen Prekarität und Selbstbestimmung. Unter diesem Titel ist im Juli die von der SPAZ und dem Denknetz in Auftrag gegebene Studie von Alex Knoll, Sarah Schilliger und Bea Schwager erschienen. Die Buchvernissage fand am 12. Juli um 19 Uhr im Theaterhaus Gessnerallee statt. Näheres zum Buch finden Sie hier.

Teil der Publikation ist die Studie «Quantitative Bedeutung der Sans-Papiers für die externe Hausarbeit in Privathaushalten im Kanton Zürich» der KOF Konjunkturforschungsstelle. Die Publikation basiert auf Vorarbeiten von Ulla Pfäffli, die im Februar 2009 eine Pilotstudie im Grossraum Zürich unter Einbezug von Arbeitnehmerinnen und Arbeitgebenden durchgeführt hat.

Travailleuses domestiques sans autorisation de séjour

Invisibilités  multiples et stratégies de résistance

Carreras, Laetitia; 2014; Editions universitaires européennes

 

Comment des travailleuses domestiques sans autorisation de séjour vivent-elles leur rapport au travail ? Malgré leurs multiples invisibilités – femmes migrantes, sans statut légal, effectuant un travail largement "invisibilisé" dans une sphère privée – elles aménagent des espaces de négociation et de résistance. Cette recherche soutenue en 2006, menée dans le cadre d'un Diplôme d'Etudes Approfondies (DEA) en Etudes Genre des Universités de Genève et de Lausanne, examine l'élaboration de différentes stratégies dans une situation de grande précarité et d'isolement.

Le contexte théorique nécessite une analyse en terme de genre des migrations, longtemps conjuguées au masculin, de l'absence d'autorisation de séjour, ainsi que du travail domestique et de son externalisation. L'enquête de terrain – menée à Genève – révèle différentes facettes de la relation aux personnes employeuses, ainsi que la manière dont les travailleuses domestiques se situent dans leur trajectoire migratoire, notamment par comparaison et par l'attribution de sens à leur vécu et aux évènements auxquels elles sont confrontées.  

Les dimensions législatives ont été actualisées et certains des questionnements sur leurs conséquences apparaissent dans le texte.

Plus de détails

L'ouvrage est en vente notamment à la Librairie du Boulevard, 34, rue de Carouge, 1205 Genève (37 francs, 184 pages)

Global mit Besen und Schrubber

Warum unsere Nachfrage nach cosmobilen Hausfrauen ein Politikum darstellt. Maria S. Rerrich. In: Le Monde diplomatique 11.5.2007 , Nr. 8272

Doing the Dirty Work?

Migrantinnen in der bezahlten Hausarbeit in Europa. Bridget Anderson, Assoziation A, 2006

Die Autorin geht der Frage, wer die Reproduktionsarbeit zu leisten hat und wann, wie und wo sie zu leisten ist, mit parteiischem Blick von "unten" nach. Diese einzigartige Studie zu Hausarbeiterinnen in Europa basiert auf eigenen Recherchen der Autorin.

Globalisiertes Dienstmädchen

Wolfgang Uchatius. DIE ZEIT 19.08.2004 Nr.35

Inhalt: Die Migration wird immer weiblicher: Gebildete Frauen aus armen Ländern verdingen sich als Haushaltshilfen in reichen Industriestaaten. Beispiele aus Frankfurt am Main.