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Archiv Basel

Der Prix Social 2014 geht an die Anlaufstelle für Sans-Papiers Basel

AvenirSocial beider Basel verleiht am 18.03.2014 den zweiten Prix Social. Der Preis ist mit 4000 Franken dotiert und wird alle zwei Jahre an Personen oder Organisationen verliehen, die durch eine besondere Leistung im Bereich der professionellen Sozialen Arbeit auffallen.

Die Preisverleihung findet am Dienstag 18. März 2014 (World Social Work Day) statt, um 18.30 Uhr in der Kartäuserkirche im Bürgerlichen Waisenhaus, Basel (beim Wettsteinplatz).
Das Programm wird bereichert durch Beiträge von:

Frau Prof. Dr. Martina Caroni, Rechtswissenschaftliche Fakultät der Universität Luzern; Herr Christoph Brutschin, Regierungsrat Basel-Stadt; Herr Matthias Gubler, Saxophon

Für mehr Infos klicken Sie hier

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Hier finden die Dankesrede von Olivia Jost, Anlaufstelle für Sans-Papiers

Hier finden Sie das Referat von Prof. Dr. Martina Caroni, Rechtswissenschaftliche Fakultät der Universität Luzern.

Die Rede von Herrn Regierungsrat Brutschin finden Sie hier.

 

 

Jahresbericht 2013 der Anlaufstelle für Sans-Papiers Basel

Hier finden Sie unseren Jahresbericht.

 

Die "Stimme der Sans-Papiers" Nr. 31 ist da!

Hier finden Sie die aktuelle Ausgabe unserer Vereinszeitung "Stimme der Sans-Papiers".

 

"Mein Ideal? Davor habe ich Angst!"

Tageswoche Interview mit Anni Lanz

Seit fast 30 Jahren kämpf Anni Lanz für Flüchtlinge, Migranten und Sans-Papiers.
Sie setzt ihre Hoffnungen dabei nicht mehr in die Einsicht, sondern auf den Markt.

Von Amir Mustedanagic und Michael Rockenbach.

Um das ganze Artikel zu lesen klicken Sie hier 

 

Lancierung des Basler Modells - Die Denkmäler ergreifen das Wort

Der Verein Anlaufstelle für Sans-Papiers Basel hat heute Das Basler Modell mit einer aufsehen erregenden Aktion lanciert. Mehrere Denkmäler wurden in der Frühe in Basel-Stadt mit einer Küchenschürze mit dem Schriftzug "Keine Hausarbeiterin ist illegal" verkleidet. Um die ganze Medienmitteilung zu lesen klicken Sie hier.

Mehr Fotos zur Aktion finden Sie auf folgendem Flickrlink:

www.flickr.com/photos/107826743@N04/sets/72157637371631786/

Artikel zur Aktion und Tageswoche Debatte:

http://www.tageswoche.ch/de/147/basel/602471/sans-papiers-sollen-legal-arbeiten-koennen.htm

http://www.srf.ch/news/regional/basel-baselland/ein-basler-modell-soll-sans-papiers-helfen

http://www.tageswoche.ch/de/2013_45/debatte/?stage=2

Besuchen Sie unsere Facebook Seite:

https://www.facebook.com/pages/Sans-Papiers-Schweiz/107001779470136

Broschüre für das Basler Modell finden Sie hier und zum Hintergrund klicken Sie hier

 

 

Mama illegal - Ein Kino-Dokumentarfilm von Ed Moschitz (2011)

Die Anlaufstelle für Sans-Papiers präsentiert:
Mama illegal - Ein Kino-Dokumentarfilm von Ed Moschitz (2011)

Sie leben unter uns und bleiben dennoch unsichtbar. Sie putzen unser Klo, machen unsere Betten und pflegen unsere Eltern. Wir lassen sie in unser Haus, doch kaum jemand kennt ihre Geschichte.

Der Film "Mama illegal" gibt Einblicke in das schwierige Leben von drei Müttern aus Moldawien, die die bittere Armut verlassen um illegal in Österreich und Italien als Putzfrauen zu arbeiten.

Wann: Donnerstag 31. Oktober 2013 (weitere Filmvorführung am Freitag 1. November 2013 um 21 Uhr)

Wo: Neues Kino, Klybeckstrasse 247 in Basel Programm: 19h30 Apéro - offeriert von der Union der ArbeiterInnen ohne geregelten Aufenthalt 20h00 Filmbeginn 21h45

Podiumsdiskussion mit Betroffenen und ExpertInnen über die Realität der Hausarbeiterinnen ohne geregelten Aufenthalt in der Schweiz und mögliche politische Antworten

Eintritt: 13.- (8.- für Kinomitglieder) + Kollekte für die Kampagne "Keine Hausarbeiterin ist illegal"

 

 

Unterschreiben Sie die Petition "Mehr Rechte für Hausarbeiterinnen ohne Aufenthaltsbewilligung!"

Die Haltung unserer Gesellschaft von den Arbeitskräften ohne geregelten Aufenthalt zu profitieren und ihnen gleichzeitig kaum eine Möglichkeit zu geben, eine Aufenthaltsbewilligung zu erlangen, ist in höchstem Masse ungerecht. Damit diese Situation endet, fordern die Unterzeichnenden daher den Bundesrat auf, die Arbeits- und Lebensbedingungen von Hausarbeiterinnen zu verbessern.


Unterschreiben Sie die Petition jetzt hier: http://www.khii.ch/petition/

 

Kunstwettbewerb „Hausarbeiterinnen ohne geregelten Aufenthaltsstatus“

Sie putzen, hüten, pflegen: Mehr als 40'000 Frauen ohne Aufenthaltsbewilligung halten täglich schweizweit unsere Haushalte in Schuss. Gemäss offiziellen Untersuchungen der Konjunkturforschungsstelle KOF der ETH Zürich beschäftigt allein im Kanton Zürich jeder 17. Haushalt eine Sans-Papiers, Tendenz steigend. Sie tragen somit viel zu unserem Wohlstand und zu unserer Lebensqualität bei. Ihre Erwerbstätigkeit ist aber geprägt durch äusserst prekäre Arbeitsbedingungen, das Fehlen eines sozialen Schutzes und die omnipräsente Angst vor einer plötzlichen Ausschaffung aus der Schweiz.
Eine breite Koalition hat sich zum Ziel gesetzt, deren Situation nachhaltig zu verbessern und lancierte Mitte März eine Kampagne, um dieser boomenden Branche im Schatten ein Gesicht zu geben. Wir laden alle Alters- und Gesellschaftsgruppen ein, an unserem Wettbewerb in den Sparten Bild und Video mitzumachen und begrüssen auch die Zusammenarbeit mit verschiedenen Kunsthochschulen und -Akademien der Schweiz.
Gesucht sind Werke, die sich mit den Lebens- und Arbeitsbedingungen von
Hausarbeiterinnen ohne geregelten Aufenthaltsstatus auseinandersetzen.
Die prämierten Werke werden im Winter 2013 in einer Wanderausstellung einer breiteren Öffentlichkeit präsentiert. Einige ausgewählte Werke werden zusätzlich für die Öffentlichkeits- und Lobby-Arbeit der Kampagne „Keine Hausarbeiterin ist illegal“ verwendet (Plakate, Postkarten, Internet, Presse, Kino, TV).
Einsendeschluss ist Ende September 2013. Eine Jury aus bekannten Persönlichkeiten mitunter dem Filmschaffenden Christoph Schaub sowie Silvia Luckner, Richard Frick, Lukas Hartmann und Donato Di Blasi aus der Bildenden Kunst wird die überzeugendsten Arbeiten jeder Sparte prämieren. Die Wanderausstellung startet im Winter 2013 und macht in den wichtigsten Schweizer Zentren Halt.
Technische Daten:
Alle Teilnehmenden müssen folgende Vorgaben einhalten:
Bild: Din A-Format (A3, A4), 300 dpi
Video: Animations-, Experimental-, Dokumentar- oder Kurzfilm (DCP, BD), max. 1 Minute

www.khii.ch

 

Sans-Papiers in Schweizer Haushalten

In zahlreichen Schweizer Haushalten ist es üblich, eine Haushaltshilfe zu beschäftigen. Unter diesen Angestellten befinden sich auch viele Migrantinnen ohne geregelte Aufenthaltsbewilligung (Sans-Papiers). Die Studie «Warum Sie es tun. Private Haushalte als Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber von Sans-Papiers» widmet sich der Untersuchung von Gründen für eine derartige Anstellung.

Klicken Sie hier um das ganze Studie runterzuladen.

 

 

Nicht gerufen und doch gefragt - Sans-Papiers in Schweizer Haushalten

Einladung zur Buchvernissage mit Diskussion

Nicht gerufen und doch gefragt - Sans-Papiers in Schweizer Haushalten
von Pierre-Alain Niklaus

Datum: Mittwoch, 29. Mai 2013
Ort: Unternehmen Mitte (1.Stock), Gerbergasse 30, Basel

Programm
18:00 Uhr: Begrüssung
18-19 Uhr: Diskussion mitNN, Hausarbeiterin, eh. Sans-Papiers, Michael Birkenmeier, Arbeitgeber u. Kabarettist, Pierre-Alain Niklaus, Autor. Moderation: Inés Mateos
19-20 Uhr: Apéro offeriert von der Union der Arbeiterinnen ohne geregelten Aufenthalt

 

Mehrere hunderttausend Personen in der Schweiz greifen heutzutage auf bezahlte Hilfe zurück, um ihren Haushalt in Schuss zu halten. Doch zehntausende der Frauen und Männer, die in den Haushalten arbeiten, leben teilweise seit vielen Jahren ohne geregelten Aufenthaltsstatus, als sogenannte Sans-Papiers, in der Schweiz. Das Buch wirft ein Schlaglicht auf diesen verborgenen Teil der Wirtschaft und seine Akteure. Es gibt diesen Menschen eine Stimme und zeichnet nach, wie es die Politik verpasst hat, eine menschliche, rechtsstaatliche und wirtschaftlich befriedigende Lösung zu finden. Es führt zudem Lösungen auf, die andere Staaten umsetzen und die auch – bis jetzt erfolglos - für die Schweiz vorgeschlagen wurden

 

 

Vernetzungstreffen des Sans-Papiers-Kollektivs

Die Union der ArbeiterInnen ohne geregelten Aufenthalt veranstaltet zwischen September 2012 und April 2013 vier Runde Tische, um sich besser zu vernetzen, mit Politikern und Organisationen auszutauschen, auf die eigenen Anliegen aufmerksam zu machen und Denkstösse anzuregen. Im September 2012 hat sich das Sans-Papiers-Kollektiv mit den Gewerkschaften ausgetauscht, im Oktober 2012 mit PolitikerInnen aus dem Kanton Basel-Landschaft. Für April 2013 ist ein Runder Tisch mit den PolitikerInnen des Kantons Basel-Stadt geplant. 

Europäischer Marsch der Sans-Papiers am 21./ 22. 2012 Juni in Basel

Vom 2. Juni bis 2. Juli 2012 protestieren Sans-Papiers in halb Europa für mehr Rechte und Bewegungsfreiheit. Der europäische Marsch führt von Brüssel über Maastrich, nach Luxemburg und Schengen, zieht durch Frankreich, Deutschland und gelangt am 21. Juni nach Basel. Hier finden am Donnerstag und Freitag diverse Protestaktionen an symbolträchtigen Orten statt.  Am Samstag 23. Juni geht’s per Bus und Zug nach Bern weiter, wo eine gesamtschweizerische Grossdemo für eine offene Migrationspolitik stattfindet. Dann zieht der Marsch weiter nach Italien. Schliesslich treffen sich am 2. Juli alle Kollektive in Strasbourg, wo eine Schlusskundgebung vor dem Europäischen Parlament geplant ist.

Der europäische Marsch richtet sich gegen die repressiven Gesetze und ihre restriktive Umsetzung. Seit der Einführung des Schengen-Abkommens und der Einsetzung von Frontex spitzen sich die Verhältnisse in allen europäischen Staaten weiter drastisch zu. Der gesetzliche Rahmen gestaltet sich immer brutaler. Der Marsch stellt eine Gelegenheit dar, sich europaweit zu vernetzen, Grenzen zu sprengen und international ein Zeichen zu setzen für ein Europa der Rechte und der Solidarität.

Mehr Infos findet ihr hier.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach 14 Jahren regularisiert

Aimé ist Hilfssigrist in einer katholischen Kirchgemeinde im Kanton Baselland. In der Gemeinde ist er bekannt, beliebt und als stiller Helfer geschätzt. Nur wenige von den KirchengängerInnen wussten, dass er bis anhin -  d.h. seit rund 14 Jahren - als Sans-Papier in der Schweiz lebte. In dieser Zeit war er eines der aktivsten Mitglieder der Union der ArbeiterInnen ohne geregelten Aufenthalt. Bereits 2001 war er Teil der Sans-Papiers-Bewegung und beteiligte sich an den Kirchenbesetzungen. Viele seiner MitstreiterInnen wurden im Laufe der Jahre regularisiert - weil sie Kinder haben. Sein Gesuch wurde 2003 von den Behörden abgelehnt. So ging es den meisten Alleinstehenden. Ende 2011 wagten wir eine neue Eingabe, dieses Mal mit mehr Erfolg!

Wir gratulieren Aimé zur lang erkämpften Bewilligungserteilung!

Es brauchte einen Herzinfarkt, damit die Behörden seinen Aufenthalt regeln

Herr S. ist 62 Jahre alt und lebt seit über 20 Jahren in der Region Basel. Als er 2003 ein Härtefallgesuch stellte, hiess der Kanton es zuerst gut und wollte es ans Bundesamt für Migration weiterleiten. Doch just zu diesem Zeitpunkt verlor Herr S. seine Stelle und war finanziell nicht mehr unabhängig. Ohne Arbeitsbewilligung und in bereits fortgeschrittenem Alter gelang es Herrn S. nicht, eine neue Stelle zu finden. Sein Dossier verschwand in einer Schublade der Migrationsbehörde. Im Verlauf der folgenden Jahre verschlechterte sich sein Gesundheitszustand. Die Anlaufstelle für Sans-Papiers nahm 2011 einen neuen Anlauf und beantragte von neuem eine Regelung seines Aufenthalts. Das Migrationsamt stellte fest, dass es sich um einen Härtefall handle, dass aufgrund der finanziellen Lage keine Bewilligung erteilt werden könne. Herr S. erlitt einen Herzinfarkt und wurde hospitalisiert. Nach mehrmaligem Nachhaken und monatelangem Warten gab das Migrationsamt klein bei. Herr S. erhielt im Mai eine Aufenthaltsbewilligung. Nun darf er in den wohlverdienten Ruhestand treten.

8. November 2011: 10 Jahre Sans-Papiers-Bewegung Basel

Am 8. November 2011 luden wir zum Banquet Républicain in die Antoniuskirche ein. Rund 150 Personen, davon viele Sans- Papiers und UnterstützerInnen der ersten Stunde, feierten das zehnjährige Jubiläum der Sans- Papiers-Bewegung Basel. Charo, ehemalige Sans-Papiers, die mit ihrem Mann das Restaurant „Don Quijote de Bolivia“ an der Hegenheimerstrasse 14 in Basel führt, sorgte für köstliches Essen. Es war ein grossartiges Fest mit vielen schönen Begegnungen und anregenden Gesprächen, das uns zum Weitermachen motiviert.

Aktionen und Anlässe wie die Grossdemo am 1. Oktober in Bern, das Heiratstheater im Spiegelhof oder das Banquet Républicain sind wichtige Bestandteile unserer Arbeit. Es sind gemeinsame Erlebnisse für Sans-Papiers, ihre UnterstützerInnen und das Team der Anlaufstelle, die nicht nur Freude machen, sondern auch verbinden und motivieren. Ein grosses Dankeschön an dieser Stelle an alle, die mit ihrer tatkräftigen Unterstützung und Teilnahme dazu beitragen!

26. Oktober 2011: Theatralische Aktion in der Frepo Basel

Keine Liebe ist illegal!
Liebe und Heirat sind eine von vielen Lebensbereichen, die einer totalen staatlichen Bevormundung unterworfen sind – wenn das Aufenthaltspapier fehlt. Der Staat geht davon aus, dass Sans-Papiers, die heiraten wollen, ausschliesslich aus aufenthaltsrechtlicher Berechnung heiraten. Als ob Sans-Papiers kein Bedürfnis hätten, wie andere Menschen auch, eine rechtlich geschützte Lebensgemeinschaft einzugehen.

Es braucht eine Regularisierung
Die Migrationspolitik der letzten zehn Jahre hat die Zahl der Sans-Papiers erhöht. Denn man nimmt ihre wohlfahrtsfördernde Arbeit gerne in Anspruch, vor allem in den Privathaushalten. Doch politisch tut man so, als wären sie Schmarotzer, die unseren Wohlstand gefährden. Das Heiratsverbot ist nur eines der vielen neuen Gesetze, welches die Lebensbedingungen von Sans-Papiers verschlechtern. Hinzu kommen zahlreiche Strafbestimmungen und –verschärfungen wegen illegalem Aufenthalt und der unablässige Versuch von Politikern, die schmalen Grundrechte für Sans-Papiers abzuschaffen.

18. Juni 2011: Dritter Marsch der Sans-Papiers unter dem Motto "Schluss mit der Heuchelei!"

Am 18. Juni findet der dritte Marsch der Sans-Papiers in Basel statt. Das Sans-Papiers-Kollektiv "Union der ArbeiterInnen ohne geregelten Aufenthalt" ruft dazu auf:

"Wir wollen Papiere und zwar jetzt!

Wir sind als billige Arbeitskräfte in unbeliebten Berufen willkommen, als Menschen mit Rechten aber nicht. Wir bauen eure Strassen und Häuser, betreuen eure Kinder, pflegen eure kranken und betagten Angehörigen, arbeiten auf euren Feldern, in Hotels und Restaurants. Damit tragen wir zum Wohlstand der Schweiz bei. Wir machen die Arbeiten, die niemand anders machen will und die schlecht bezahlt sind. Dennoch leben wir in der dauernden Angst, denunziert, entdeckt, festgenommen und ausgeschafft zu werden.

Seit 10 Jahren kämpfen wir für eine Regularisierung. Unsere Geduld ist am Ende, jetzt haben wir genug! Wir wurden jahrelang mit Scheinlösungen vertröstet. Die Härtefallregelung - bei der Fall für Fall entschieden wird, ob eine humanitäre Bewilligung erteilt wird – funktioniert nicht. Das wissen wir, denn zahlreiche unserer KollegInnen wurden trotz langjährigem Aufenthalt nicht regularisiert - darunter Familien die mehr als 10 Jahre hier lebten! Immer finden die Behörden einen Grund, ein Härtefallgesuch abzulehnen. Wir lassen uns nicht mehr vertrösten, wir wollen eine Lösung und zwar jetzt! Wir wollen keine Festung Europa, wir wollen Gleichheit und Gerechtigkeit!

Solidarisiert euch mit uns und kommt am 18. Juni für und mit uns auf die Strasse"
Demoflyer

Mai 2011: Erfolgreiche Petition - Anouchka und Ornella bleiben hier!

Herzlichen Dank für die Unterstützung!

Am 2. April hätten die beiden Laufener Mädchen Anouchka und Ornella zusammen mit ihrer Mutter in den Kongo ausgeschafft werden sollen. Dank medialem Druck und rund 2500 Unterschriften konnte die Wegweisung in letzter Minute gestoppt und ein Bleiberecht für die beiden hier Geborenen erwirkt werden. Die Familie freut sich und dankt allen UnterstützerInnen herzlich.

Der Fall der beiden Mädchen zeigte einmal mehr deutlich auf, dass die Härtefall­regelung nichts taugt. Wenn es sich bei Ornella und Anouchka nicht offensichtlich um einen Härtefall handelt, den die Behörden ohne Widerstand regeln – was bitte ist dann ein Härtefall?

April 2011: Stoppt die Ausschaffung der Laufener Mädchen in den Kongo

In der Schweiz geboren und aufgewachsen, heute 11 und 14 Jahre alt, sollen 2 kongolesische Schwestern im Kanton BL ausgeschafft werden - in den Kongo, wo sie noch nie waren. So nicht, sagt die Anlaufstelle für Sans-Papiers und augenauf Basel! Unterschreiben Sie bitte die beiliegende dringende Petition. Details in den Medienberichten der Basellandschaftlichen Zeitung und Blick am Abend.

Petition Bleiberecht für Anouchka und Ornella

Artikel Blick am Abend vom 1.4.2012

Artikel Basellandschaftliche Zeitung vom 2.4.2012

Februar 2011: Hart erkämpftes Bleiberecht für Miranda

Miranda lebt seit ihrem 8. Lebensjahr in der Schweiz, besuchte hier die obligatorische Schule und kennt ihr Herkunftsland nur vom hören sagen. Die Anlaufstelle für Sans-Papiers begleitet die junge Frau seit rund zwei Jahren und bereitete zusammen mit der 20-Jährigen ein Härtefallgesuch vor. Doch noch bevor es zur Eingabe kommt, gerät Miranda in eine Kontrolle an ihrem Wohnort.

Die Basler Behörden weigern sich, das umgehend eingereichte Härtefallgesuch zu prüfen und verweisen auf den Kanton Obwalden, wo Miranda aufwuchs und ihre Eltern vor mehr als zehn Jahren ein Asylantrag stellten. Dass Miranda offensichtlich ein Härtefall darstellt, stellt das Obwaldner Migrations­amt nicht in Frage. Doch statt das Härtefallgesuch rasch an den Bund weiterzuleiten, betreibt Obwalden Haarspalterei: Der Kanton tritt aus formal(istisch)en Gründen nicht darauf ein und ver­weigert die Austellung einer beschwerdefähigen Verfügung. Die kantonale Fremdenpolizei besteht stattdessen darauf, dass Miranda ausreist und das Gesuch bei der schweizerischen Ver­tretung in Pristina nochmals stellt.

Die 20-Jährige, vom Wirbel der vergangenen Monate verun­sichert und gestresst, soll also in ein Land reisen, das sie als Achtjährige verlassen hat und wo sie keinen Menschen kennt. Damit sich das Verfahren nicht noch Monate in die Länge zieht und Mirandas berufliche Zukunft gefährdet wird, verzichten wir auf den Rechtsweg. Für einen möglichst kurzen und reibungs­losen Aufenthalt im fremden und kalten Pristina, begleite ich Miranda und unterstütze sie im büro­kratischen Hindernislauf. Wir verbringen Tage in unzähligen Büros, werden hin und her geschickt und müssen die Quadratur des Kreises vollbringen, damit Miranda - ohne festen Wohnsitz im Land - den für die Wiedereinreise benötigten Reisepass erhält.

Gross ist die Erleichterung, dass Miranda in der Zwischenzeit in die Schweiz zurückkehren konnte und nun endlich eine Bewilligung erhalten hat. Mehr dazu in der Stimme der Sans-Papiers Nr. 19

Jahresbericht 2010: Die Anlaufstelle für Sans-Papiers – in Basel vielfältig aktiv

Die Anlaufstelle für Sans-Papiers hat auch 2010 eine Vielzahl von Ereignissen beschäftigt. Die wichtigsten Ereignisse in der Beratung, der politischen Arbeit und innerhalb der Organisation finden Sie im Jahresbericht 2010.

November 2010: Ausschaffungen und Freilassungen

Jeanette K. wurde bereits in den Kamerun ausgeschafft. Wir sind bestürzt und werden weiter berichten.

Die 2 schwangeren Frauen, die in Bern festgehalten worden waren, sind wieder auf freiem Fuss, die Gefahr einer Ausschaffung besteht jedoch weiterhin.

Mehr Infos auf der Homepage von Bleiberecht Bern

November 2010: Unterschreiben Sie die Petition gegen die Ausschaffung von Jeanette K.!

Jeanette K. kommt ursprünglich aus Kamerun, lebt seit 7 Jahren in Basel und ist zur Zeit in Ausschaffungshaft. Unterschreiben Sie die Petition für ihr Bleiberecht!

Petition Jeannette. K.

Weitere Frauen aus Kamerun, zum Teil schwanger, befinden sich in anderen Kantonen in Ausschaffungshaft.

Keine schwangeren Frauen in Ausschaffungshaft! Protestaktion am 17.11.2010 um 11 Uhr vor dem Regionalgefängnis in Bern.

Aufruf an Organisationen

9. November 2010: Vor die Tür! Film und Podiumsdiskussion zur Ausschaffungsinitiative

Spots gegen die Ausschaffungsinitiative von Micha Lewinsky und Hanspeter Müller-Drossaart. Die Filme zeigen auf witzige und prägnante Weise die Folgen der Ausschaffungsinitiative.

kult.kino Atelier, 18 Uhr

Freier Eintritt

September / Oktober 2010: Ausstellung "Kein Kind ist illegal" in Basel

Bilder zum illegalisierten Leben in der Schweiz

Kinder und Jugendliche sowie erwachsene Kunstschaffende halten die Schweizer Alltagswelt von illegalisierten Menschen in Bildern fest. Wir zeigen ihre Werke zwischen dem 27. September und 29. Oktober 2010 an drei verschiedenen Orten in Basel:

 

27.9. - 8.10.2010

In der Uni Basel, Kollegienhaus, Petersplatz 1 : Mo- Fr 7.30 - 20.30 Uhr

 

9.10. - 29.10.2010

im ConnectCafé, Unternehmen Mitte, Gerbergasse 30

Di-Fr 11-14 und 16-20 / Sa 11-18 Uhr

Vernissage: 9. Oktober 2010, ab 17 Uhr

• Begrüssung: Jana Häberlein, Vorstand Anlaufstelle für Sans-Papiers Basel

• Input: Pierre-Alain Niklaus (Mitinitiant der Kampagne): «Kein Kind ist illegal – wo steht die schweizweite Kampagne?»

• mit Chocolococolo von den Mundartisten (Beatbox/Rap, BE) und Apéro

 

11.10. - 20.10.2010

Matthäuskirche, Feldbergstrasse 81 : Mo Di Do Fr 14-17 / Mi 14-19 Uhr

Flyer zur Ausstellung in Basel

Minderjähriger Flüchtling ohne Kleidung in Einzelzelle

Keine Minderjährigen in Ausschaffungshaft!

Ein 16-jähriger Flüchtling landete im November 2009 im Basler Ausschaffungsgefängnis Bässlergut. Während der mehrmonatigen Haft rebellierte er. Nach mehreren Zwischenfällen und einer Suiziddrohung steckte die Gefängnisleitung den jungen Tunesier ohne Kleider, Decken und Matratze über Nacht in eine Einzelzelle. Diese Massnahme ist in Anbetracht des Alters des Jugendlichen unverhältnismässig und beschneidet seine Grundrechte in einer Art, die ihn in seiner Entwicklung beeinträchtigt. Die verantwortlichen Personen im Bässlergut und bei den Basler Behörden haben mit dem Vorgehen gegen den Jugendlichen, der kein Verbrechen begangen hat, die Bundesverfassung sowie internationale Menschenrechtsabkommen ignoriert.

Aufruf zur Spontandemo am 17. März 2010 vor dem Gefängnis Bässlergut

Medienberichterstattung:

Die lange Reise des Aymen K., Basler Zeitung vom 13.3.2010

"Rechtlich nicht zu begründen", Basler Zeitung vom 15.3.2010

Haftstopp für Minderjährige, Basler Zeitung vom 18.3.2010

September 2008: Happy End für Familie Martinez - mehr als zwei Jahre nach dem Kirchenasyl

Vor mehr als zwei Jahren organisierte die Anlaufstelle für Sans-Papiers gemeinsam mit dem Komitee Pro Familie Martinez ein Kirchenasyl in den Räumlichkeiten der Pfarrei St. Anton, um die 6-köpfige Familie Martinez aus Ecuador vor der Ausschaffung zu bewahren. Das Komitee kritisierte die unmittelbar drohende Ausschaffung als inhuman. Eine Rückkehr sei für die Eltern und die seit mehreren Jahren eingeschulten Kindern aus sozialen, wirtschaftlichen und psychischen Gründen unzumutbar. Im Mai 2006 entschied der Regierungsrat von Basel-Stadt, die Ausschaffung zu stoppen und ein Gesuch um eine humanitäre Bewilligung ans Bundesamt für Migration zu stellen (Details zur Geschichte des Kirchenasyls unter http://www.martinezbleiben.blogspot.com/)

Diese Woche entschied das Bundesverwaltungsgericht, dass der Familie Martinez ein Bleiberecht zusteht. Dieser Entscheid bedeutet eine riesige Erleichterung für die Familie Martinez. Die Anlaufstelle für Sans-Papiers und das Komitee Pro Familie Martinez möchten an dieser Stelle nochmals allen Menschen danken, welche die Familie in dieser schwierigen Zeit solidarisch unterstützt haben.

17. Mai 2008: Zweiter Basler Marsch der Sans-Papiers

Medienmitteilung vom 17.Mai 2008:

Zweiter Basler Marsch der Sans-Papiers: Aufruf an die Basler Regierung

Am heutigen Samstag, 17.5.2008 haben 150 Sans-Papiers und UnterstützerInnen am 2.Basler Marsch der Sans-Papiers unter dem Motto "Bleiberecht jetzt: Legalisierung statt Kriminalisierung!" teilgenommen. Sie forderten Arbeits- und Aufenthaltsbewilligungen für die tausenden von MigrantInnen ohne geregelten Aufenthalt, die in der Nordwestschweiz oft seit Jahren leben und als Putzfrauen, Kinderbetreuerinnen oder Bauarbeiter tätig sind. Mit der friedlich verlaufenen Kundgebung wiesen sie darauf hin, dass Sans-Papiers keine Kriminellen sind, sondern im Gegenteil Respekt verdienen für die unschätzbaren Leistungen, die sie für die Schweizer Gesellschaft erbringen.

Vor dem Rathaus erschien die "Schutzheilige" der Sans-Papiers und überreichte der nicht anwesenden Regierung eine symbolische Bewilligung für die ArbeiterInnen ohne geregelten Aufenthalt. Herr Duarte, Mitglied der Union der ArbeiterInnen ohne geregelten Aufenthalt und seit 14 Jahren in der Schweiz, sowie Nationalrätin Silvia Schenker riefen die Regierung zu einem entschlosseneren Handeln zu Gunsten einer Legalisierung der Sans-Papiers auf.

Der Marsch endete auf dem Claraplatz mit einer Ansprache des Sans-Papiers-Kollektivs Zürich und von Paola Gallo (politische Sekretärin der SP Basel-Stadt). Sie erinnerte an die Kampagne "Basel zeigt Haltung" gegen Ausländerfeindlichkeit und rief die Basler Regierung auf, endlich auch bei den Sans-Papiers eine klarere Haltung zu zeigen und sich für deren Legalisierung einzusetzen. 

Die OrganisatorInnen des Marsches (Anlaufstelle für Sans-Papiers, Union der ArbeiterInnen ohne geregelten Aufenthalt und Interprofessionelle Gewerkschaft der ArbeiterInnen IGA) kündigten weitere Aktionen im Laufe des Jahres an.

Pierre-Alain Niklaus

Leiter der Anlaufstelle für Sans-Papiers Basel


Rede von D. Duarte

Rede von Nationalrätin S. Schenker

Rede von Deisy

Rede von P. Gallo

13. Mai 2006: Erster Basler Marsch der Sans-Papiers

Aufruf zum ersten Marsch der Sans-Papiers in Basel

Detailinfos zum Kirchenasyl auf www.martinezbleiben.blogspot.com

April 2005: Gründung der Union der ArbeiterInnen ohne geregelten Aufenthalt

Medienmitteilung vom 26.4.2005

Appel der Sans-Papiers vom 26.4.2005