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Hausarbeiterinnen

Broschüre "Keine Hausarbeiterin ist illegal"

Rechte | Hintergrund | Kampagne

Hier die Broschüre lesen: Download.

Die Produktion der Broschüre wurde finanziell unterstützt durch:
- Evangelisch-reformierte Landeskirche des Kantons Zürich
- Katholische Kirche im Kanton Zürich
- Katholische Kirche Region Bern
- Reformierte Kirchen Bern-Jura-Solothurn
- Stiftung zur Erforschung der Frauenarbeit
- UNIA
- VPOD

Keine Hausarbeiterin ist illegal

Eine gesamtschweizerische Kampagne für die Rechte von Hausarbeiterinnen, die ohne geregelten Aufenthalt in der Schweiz leben. 

In der Schweiz leben schätzungsweise über 40'000 HausarbeiterInnen ohne Aufenthaltsbewilligung, Tendenz steigend. Diese Menschen, grossmehrheitlich Frauen, tragen viel zu unserem Wohlstand und zu unserer Lebensqualität bei. Sie sind in kleinen Pensen an verschiedenen Arbeitsorten tätig, vermehrt aber auch an einem einzigen Ort, in einem Privathaushalt angestellt. Sie erfüllen eine Nachfrage, die nicht zuletzt mit der hiesigen Geschlechterpolitik verbunden ist. Während immer mehr Frauen erwerbstätig sind, hat eine Umverteilung der Hausarbeit zu den Männern nicht stattgefunden. Zudem fehlt es am politischen Willen, genügend finanzielle Mittel für den Ausbau der sozialen Infrastrukturen zur Verfügung zu stellen.

Die Arbeitsbedingungen dieser Hausarbeiterinnen sind prekär. Sozialer Schutz fehlt und die Angst vor einer plötzlichen Ausschaffung ist allgegenwärtig. Die Kampagne „Keine Hausarbeiterin ist illegal“ fordert Aufenthaltsbewilligungen für Arbeitnehmende ohne geregelten Aufenthalt oder zumindest einen verbesserten Zugang zu Sozialversicherungen und Arbeitsgerichten ohne das Risiko einer Ausschaffung.

Nach Abschluss der Kampagne hat sich der Verein "Keine Hausarbeiterin ist illegal"  Ende 2014 aufgelöst. Für die regionalen Sans-Papiers Beratungsstellen sind die Hausarbeiterinnen nach wie vor ein zentrales Thema. Um das Engagement auf nationaler Ebene weiterzuführen wurde ausserdem eine spezielle Arbeitsgruppe gebildet.