Menu

Plattform zu den Sans-Papiers

Eine Plattform für den Dialog

Die Plattform zu den Sans-Papiers wurde 2002 gegründet mit dem Ziel, Regularisierungen für die Sans-Papiers zu erreichen oder zumindest die Härtefallregelung zu verbessern. Doch auch mit zahlreichen anderen Alltagsproblemen von Sans-Papiers beschäftigt sich die Plattform, wie Schule und Berufsbildung für junge Sans-Papiers, Gesundheit / Krankenkassen sowie Eheschliessung von Personen mit prekärem Aufenthaltsstatus. In den Bereichen Schule, Ausbildung und Gesundheit erzielte die Plattform die meisten Fortschritte, während die Legalisierung ein schwieriges Thema bleibt.Dank intensiver Zusammenarbeit konnte das Heiratsverbot für Sans-Papiers gelockert werden.

Die Plattform ist ein Zusammenschluss von ParlamentarierInnen, Anlaufstellen aus verschiedenen Kantonen, lokale und nationale NGO, Kirchen, Hilfswerke und Gewerkschaften sowie politische Parteien an. Aktuelle Präsidentin ist die SP-Nationalrätin Ada Marra. Die Plattform trifft sich rund fünfmal jährlich und tauscht die praktischen und rechtlichen Erfahrungen aus, koordiniert die Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit und bildet bei Bedarf spezifische Arbeitsgruppen.

Sie erreichen die Plattform per Mail unter plattform (at) sans-papiers.ch. Spenden nehmen wir gerne entgegen: PC-Kto. 85-771603-4, IBAN CH-44 0900 0000 8577 1603 4.

Neuere Aktivitäten der Plattform

Im Jahr 2013 hat sich die Plattform schwerpunktmässig mit der gesamtschweizerischen Kampagne für die Rechte von Sans-Papiers HausarbeiterInnen beschäftigt. Lesen Sie hier den Jahresbericht.

Schwerpunkte des Jahres 2012 sind Lehrstellen für Sans-Papiers-Jugendliche, die Revision des Asylgesetzes und die anstehende Kampagne für Hausarbeiterinnen ohne Aufenthaltsbewilligung. Der rege Austausch über Praxis und Umsetzung des Heiratverbots gibt allen Instrumente in die Hand, bei gelebten Lebensgemeinschaften eine Ehelichung durchzusetzen.

Im Jahr 2011 wird der Schwerpunkt auf die interne Arbeit der Plattform gelegt. Die vielen lokalen Aktivitäten sowie die kantonale Umsetzung verschiedener Gesetzesänderungen prägten die Arbeit der angeschlossenen Organisationen. Ebenso die Öffentlichkeitsarbeit zu "10 Jahren Sans-Papiersbewegung".

Lehrstellen, Krankenversicherungspflicht, Härtefall-Regelung und Heiratsverbot für Sans-Papiers sind die Schwerpunkte im Jahr 2010. Die Berichtsperiode war geprägt von vielen Gesprächen auf Bundesebene, die sich als sehr fruchtbar erwiesen.

Gründung 2002

Ins Leben gerufen worden war die Plattform nach der Nationalratsdebatte zu den Sans-Papiers vom 10. Dezember 2001. Am 25. April 2002 trafen sich erstmals NationalrätInnen verschiedener Parteien von links bis rechts, Menschenrechts-, Solidaritäts-, kirchliche und gewerkschaftliche Organisationen sowie die Bewegung der Sans-Papiers in Bern. Die Anwesenden waren sich einig, dass das Dossier der Sans-Papiers an einem toten Punkt angelangt war und dass die Härtefallregelung unbefriedigend funktionierte. So wurde die "Plattform für einen Runden Tisch zu den Sans-Papiers" gegründet. Als Präsidentin der Plattform wurde die Grüne Nationalrätin Anne-Catherine Menétrey aus dem Kanton Waadt  bestimmt, die die Plattform initiiert hatte und die dieses Amt bis 2007 behalten sollte.

Bilanz der Präsidentin, 2002 - 2007

Runder Tisch verworfen

In einer ersten Phase hoffte man noch, dass es möglich sein würde, durch Dialog zwischen den Bundesbehörden, Hilfswerken, Kantonen und Sans-Papiers zu einem Kompromiss zwischen Einzelfallregelung und Globallösung zu gelangen, der es ermöglicht hätte, eine grössere Anzahl von Sans-Papiers zu regularisieren. Diese Hoffnungen verflüchtigten sich rasch. Da die Nationalratsmehrheit einen Runden Tisch zur Sans-Papiers-Frage verworfen hatte, riefen Kreise aus der Zivilgesellschaft ihrerseits die "Plattform für einen runden Tisch zu den Sans-Papiers" ins Leben. Diese wurde im Jahr 2006 zur "Plattform zu den Sans-Papiers" umbenannt.