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Aktuell Schweiz

Die Plattform Sans-Papiers Schweiz hat eine neue Broschüre zu Sans-Papiers Hausarbeiterinnen erstellt. Sans-Papiers sind eine soziale Realität, sie sind viele und nicht aus unserer Gesellschaft wegzudenken. Schätzungen belaufen sich auf ungefähr 40‘000 Sans-Papiers Hausarbeiterinnen in der Schweiz.

 

Diese Broschüre klärt über die Situation von Sans-Papiers Hausarbeiterinnen auf, verweist auf die Anlaufstellen, die Sans-Papiers zu ihrem Recht verhelfen und zeigt Arbeitgeber_innen Wege, wie sie bereits unter den heutigen Umständen ihre Verantwortung wahrnehmen können.

 

Gedruckte Broschüren können per Mail bestellt werden.

 

 

 

 

Stellungnahme der nationalen Plattform zu den Sans-Papiers zur Studie «Sans-Papiers in der Schweiz 2015» / Prise de position de la Plateforme nationale pour les sans-papiers sur l’étude «Les sans-papiers en Suisse en 2015»

Zehntausende Menschen in der Schweiz ohne Zugang zu Grundrechten Forderungen der nationalen Plattform zu den Sans-Papiers für einen pragmatischen Umgang mit Sans-Papiers in der Schweiz 

Stellungnahme der nationalen Plattform zu den Sans-Papiers zur Studie «Sans-Papiers in der Schweiz 2015»

Grossdemo für das Recht auf Asyl und für die Rechte von Sans-Papiers

Am 1. Oktober 2016 findet endlich mal wieder eine grosse, schweizweite Demonstration zu migrationspolitischen Themen statt. Unter dem Titel Stopp den Dublin-Rückschaffungen, Stopp den Verletzungen der Menschenrechte wird für das Recht auf Asyl und für die Rechte von Sans-Papiers demonstriert. Das Ganze findet in Lausanne statt:

1. Oktober 2016
15 Uhr: Abmarsch Esplanade de Montbenon, Lausanne
Ab 17Uhr auf der Place de la Riponne: Konzerte, Reden und Stände der Basisorganisationen

Kommt alle an die Demo und lasst unsere Stimmen und Forderungen hör- und sichtbar werden!

 

Übergabe des Aufrufs zur Umsetzung des ILO-Abkommens 189

15. Juni 2016, Bundesplatz Bern

Fotos: Sabine Lenggenhager

Mehr Fotos: hier.

Medienmitteilung von WIDE Schweiz und der Nationalen Plattform zu den Sans-Papiers

Übergabe des Aufrufs zur Umsetzung des ILO-Abkommens 189 „für menschenwürdige Arbeit für Hausangestellte“ an den Bundesrat

15. Juni 2016, 12.30 bis 13.30, Bundesplatz Bern


Am 12. November 2015 ist in der Schweiz das ILO-Abkommen „Menschenwürdige Arbeit für Hausangestellte“ in Kraft getreten. An diesem Tag haben Women in Development WIDE Schweiz und die nationale Plattform zu den Sans-Papiers einen breit abgestützten Aufruf lanciert. Er verlangt die zügige Umsetzung des Abkommens. Der von Organisationen und Einzelpersonen unterzeichnete Aufruf wird am 15. Juni im Beisein eidgenössischer ParlamentarierInnen dem Bundesrat übergeben.
Der von rund 60 Organisationen und Institutionen sowie gegen 600 Einzelpersonen unterzeichnete Aufruf wird während der Sommersession des Parlaments dem Bundesrat übergeben.* Die Übergabe findet im Beisein von eidgenössischer ParlamentarierInnen wie Balthasar Glättli (GP), Matthias Aebischer (SP) und Barbara Schmid-Federer (CVP) unter der Leitung der Waadtländer Nationalrätin Ada Marra statt. Auch Christine Michel von WIDE sowie Personen aus dem Kreis der Plattform zu den Sans-Papiers und der unterzeichnenden Organisationen werden zentrale Aspekte des Aufrufs hervorheben, Aktivistinnen und Aktivisten aus der MigrantInnen-Bewegung mit einer speziellen Intervention auf dessen Dringlichkeit verweisen.

Warum ist dieser Aufruf, diese öffentliche Intervention notwendig?

Die ILO anerkennt in ihrem Abkommen 189 «den bedeutenden Beitrag von Hausangestellten zur globalen Wirtschaft». Sie betont, dass hauswirtschaftliche Arbeit nach wie vor «unterbewertet» und  «unsichtbar» sei. Dies auch, weil sie von Frauen und Mädchen durchgeführt wird, von «vielen Migrantinnen oder Angehörigen benachteiligter Gemeinschaften, die besonders anfällig für Diskriminierung und andere Verletzungen der Menschenrechte sind». Mit der Unterzeichnung des Abkommens „über menschenwürdige Arbeit für Hausangestellte“ hat die Schweiz einen wichtigen Schritt gemacht. Sie gesteht damit allen Angestellten in Privathaushalten die gleiche Arbeitsrechte  wie anderen ArbeitnehmerInnen zu: eine festgelegte und begrenzte Arbeitszeit, mindestens ein voller freier Tag pro Woche,  kein Lohn allein in Sachbezügen wie Kost und Logis,  die klare Regelung der Arbeitsbedingungen sowie die Einhaltung der Kernarbeitsnormen, das Recht auf gewerkschaftliche Organisation und Lohnverhandlungen.

Warum braucht es mehr als arbeitsrechtliche Vorgaben?

Zwar gibt es bereits seit dem 1. Januar 2014 in der Schweiz klare arbeitsrechtliche Vorgaben für Angestellte in Privathaushalten bezüglich Lohn, AHV-Beiträge, Versicherung. Doch für viele Personen, sind die Möglichkeiten, die ihnen zustehende Rechte einzufordern kaum gegeben, da ihr Aufenthaltsstatus nicht geregelt ist. Als so genannte „Sans-Papiers“ leben sie in einer arbeitsrechtlichen Grauzone. Es sind oft Migrantinnen aus Staaten Osteuropas, die nicht Mitglied der EU sind, sowie aus Südostasien und aus Südamerika, die Arbeiten im Privathaushalt übernehmen: das Putzen, Bügeln und Waschen, die Betreuung von Kindern und die Pflege alter Menschen. Oft sind sie Opfer von Lohndumping, überlanger Arbeitszeiten, seltener auch von sexueller Gewalt. Auf die spezifische Betroffenheit hat selbst der erst kürzlich veröffentlichte Bericht des Staatssekretariates für Migration SEM verwiesen.

Mit dem Aufruf fordern die Unterzeichnenden nicht nur die notwendigen Massnahmen, um die Durchsetzung des Abkommens zu garantieren, sondern auch eine Berichterstattung innerhalb zweier Jahre.

Aufruf und Liste der Unterzeichnenden

Medienmitteilung: Regularisierung jetzt!

v.l.n.r.: Simone Prodolliet, Ada Marra, Bea Schwager, Silvia Mariño, Inés Mateos

Tagung: Regularisierung jetzt!

Tagung zur Regularisierung der Sans-Papiers von und mit Betroffenen und Organisationen zu den Sans-Papiers

Wann: 6. Februar 2016 von 13 Uhr bis 18 Uhr
Wo: Französischen Kirche Le Cap, Predigergasse 3, 3011 Bern

Die Teilnahme ist kostenlos; Anmeldung per E-Mail an plattform(at)sans-papiers.ch oder Telefon 031 839 72 33

Das Programm finden Sie hier.




Aufruf für menschenwürdige Arbeit für Hausangestellte breit lanciert

Am 12. November 2015 trat in der Schweiz das IAO-Abkommen „Menschenwürdige Arbeit für Hausangestellte“ in Kraft. Women in Development Wide Schweiz und die nationale Plattform zu den Sans-Papiers verlangen in einem breit abgestützten Aufruf seine zügige Umsetzung.

Die Medienmitteilung dazu finden Sie hier.

Der Aufruf für „Menschenwürdige Arbeit für Hausangestellte und Care-Migrantinnen“ wurde am Tag seiner Lancierung bereits von fast 200 Organisationen und Personen unterzeichnet und enthält konkrete Forderungen zur Verbesserung der Situation der Hausangestellten in der Schweiz.

Den Aufruf finden Sie hier.

Die Liste der Erstunterzeichnenden: hier.

Die Liste der Unterzeichnenden: hier.

Stellenausschreibungen der Anlaufstelle für Sans-Papiers Basel

Bei der Anlaufstelle für Sans-Papiers Basel sind zwei Stellen offen:

 

- als Verantwortliche/r für den Gesundheitsbereich und als Co-Leiter/in (60%) ab Februar 2016 oder nach Vereinbarung. Bewerbungen bis 15.11.2015. Diese Stellenausschreibung findet sich beispielsweise hier.

- als Mitarbeiter/in Administration (20%) ab Januar 2016 oder nach Vereinbarung. Bewerbungen bis 29.11.2015. Diese Stellenausschreibung findet sich beispielsweise hier.

 

Leben wie ein Sans-Papiers?

Zum 10-jährigen Jubiläum der Sans-Papiers Anlaufstelle Zürich gibt es einen Audiowalk der besonderen Art in der Kalkbreite Zürich. Anhand verschiedener Stationen können sich Interessierte in das Leben von Sans-Papiers versetzen. Ein Muss für jede/n!


Infos zum Audiowalk gibt es hier.

Interpellation zur Situation der Sans-Papiers in der Schweiz

Mit den Fragen, ob sich der Bundesrat vorstellen könne, im Rahmen der Umsetzung der Zuwanderungsinitiative die prekäre Situation der Sans-Papiers generell zu verbessern, die Sans-Papiers in einen geregelten Aufenthaltsstatus zu überführen und ihr Potential besser zu nützen, wandte sich Margret Kiener Nellen in einer Interpellation an den Bundesrat.

Geschätzte 100‘000 Menschen leben ohne geregelten Aufenthalt in der Schweiz. Sie arbeiten in Privathaushalten, in der Landwirtschaft, Gastronomie oder in der Reinigung und leben dabei in ständiger Angst vor Repressalien. Ihre ungeregelte Situation führt in vielen Fällen zu sozialer Isolation und zur Abhängigkeit von Arbeitgebenden.

In seiner Antwort auf die Interpellation macht der Bundesrat dennoch klar, dass eine kollektive Regularisierung aller Sans-Papiers nicht zur Debatte steht. Mit Verweis auf Staaten wie Frankreich, Italien oder Marokko warnt er vor dem sogenannten Pull-effekt, wonach eine kollektive Regularisierung die Anzahl Sans-Papiers nur kurzfristig verringern würde. Mit diesem Entscheid ignoriert der Bundesrat aktuelle wissenschaftliche Studien, welche das Gegenteil beweisen. Der Bundesrat bekräftigt in seiner Antwort, dass er sowie alle Kantone und die grosse Mehrheit des Parlaments der Meinung seien, dass eine kollektive Regularisierung für Personen ohne Aufenthaltsbewilligung nicht infrage komme.

Die Antwort des Bundesrates ist enttäuschend und scheinheilig. Scheinheilig deshalb, weil sich Sans-Papiers aufgrund ihres ungeregelten Aufenthaltsstatus keine Fehler leisten dürfen, zu keinem Zeitpunkt Leistungen des Staats in Anspruch nehmen können und für ihren Lebensaufwand selbständig aufkommen müssen. Davon profitieren die Schweizer Wirtschaft und der Staat, welche sich die Rechtlosigkeit der Sans-Papiers zu Nutzen machen.

Die Ausführliche Antwort auf die Interpellation von Margret Kiener Nellen ist hier nachzulesen: www.parlament.ch/d/suche/seiten/geschaefte.aspx

Niederlassungsfreiheit - für alle!

Kirchenvertreter aus allen Teilen der Schweiz fordern ein weltweites Recht auf freie Niederlassung. "Grenzen statt Mauern", lautet ihr unterstützenswertes Credo. Weitere Informationen finden sich auf neuemigrationspolitik.ch.

Lehre statt Leere für Sans-Papiers

Nach der nationalen Pressekonferenz zum Thema „Lehre statt Leere für Sans-Papiers“ im August vergangenen Jahres hat es noch über ein Jahr gedauert. Nun ist es aber soweit: Die Brüder Irtiza und Abdullah haben eine Bewilligung für die Dauer ihrer Lehre erhalten! Dank viel Unterstützung von Landrätinnen, Lehrpersonen, Mitschülern, dem Amt für Migration Basel-Landschaft sowie den beiden Lehrbetrieben war dieser tolle Erfolg möglich. Wir hoffen sehr, dass sich das Recht auf Bildung auch in Zukunft und in anderen Kantonen durchsetzt!

Vielen herzlichen Dank allen Unterstützerinnen und Unterstützern! Und viel Erfolg für die Zukunft, Irtiza und Abdullah!

Putzfrau und Sans-Papiers: "Ich bin immer angespannt."

Eine Sendung des Schweizer Radio SRF über Dienstmädchen. Gerade in der Schweiz wird sehr viel Hausarbeit von Sans-Papiers verrichtet - auch dies wird in der Sendung und dem zugehörigen Artikel thematisiert. Golondrina erzählt eindrücklich von ihrem Leben als Sans-Papiers-Hausarbeiterin in der Schweiz. Hörens- und lesenswert!


Hier der Link zur Sendung

Medienmitteilung der Nationalen Plattform Gesundheitsversorgung für Sans-Papiers

Bern, 9. Dezember 2014

Der Zugang zur Gesundheitsversorgung ist nicht in allen Kantonen der Schweiz gewährleistet! Das Recht auf Gesundheit ist ein grundlegendes Menschenrecht und der Zugang zur Gesundheitsversorgung ist ein zentrales Element dieses Rechts. Nur wenige Regionen der Schweiz verfügen über ein System, um verletzlichen Bevölkerungsgruppen den Zugang zur Gesundheitsversorgung zu erleichtern; auch ist der Zugang zu Prämienverbilligungen in verschiedenen Kantonen schwierig, obschon dieser äusserst wichtig wäre für die ärmsten Bevölkerungsgruppen. Unter ihnen finden sich auch Personen ohne Aufenthaltsrecht, die in der Schweiz leben und arbeiten, aber zu wenig verdienen, um sich Krankenversicherungsprämien leisten zu können.

In der Broschüre „Gesundheitsversorgung für verletzliche Gruppen in der Schweiz“ hat die Nationale Plattform die Erfahrungen ihrer Mitglieder zum Zugang zur Gesundheitsversorgung aus verschiedenen Kantonen zusammengefasst. Unter den angetroffenen Problemen sticht der ungleiche Zugang zwischen den Kantonen besonders hervor.

Die Plattform formuliert in ihrer Broschüre Empfehlungen, um das Recht auf Gesundheit für alle zu garantieren.

Hier gehts zur Medienmitteilung (deutsch/französisch/italienisch).

Weitere Infos finden Sie auf der Webseite der Nationalen Plattform Gesundheitsversorgung für Sans-Papiers www.sante-sans-papiers.ch.

 

Buchpräsentation: Mein Weg vom Kongo nach Europa

MEIN WEG VOM KONGO NACH EUROPA

Zwischen Widerstand, Flucht und Exil
mit dem Autor Emmanuel Mbolela und dem Übersetzer Dieter Alexander Behr


Emmanuel Mbolela beschreibt in seiner autobiographischen Erzählung die Erfahrungen und Hintergründe seiner jahrelangen Flucht vom Kongo bis nach Europa und berichtet auf eindrückliche Weise von der Gewalt und Ausbeutung während der Flucht. Als politischer Aktivist verortet er seine eigene Geschichte innerhalb der herrschenden Migrations- und Grenzpolitiken und macht darüber hinaus die ausbeuterischen Arbeitsbedingungen, denen migrantische Arbeitskräfte in europäischen Ländern oftmals ausgesetzt sind, zum Thema. Der Autor ist Vortragender und antirassistischer Aktivist im Netzwerk Afrique Europe Interact.

Flyer Buchpräsentation Zürich/Bern/Basel

 

Zürich
Dienstag, 14.10. , 19 Uhr
Shedhalle, Seestrasse 395
Miteinladende Organisationen: Autonome Schule Zürich, Freiplatzaktion Zürich, augenauf Zürich


Bern
Mittwoch, 15.10., 20 Uhr
CAP, Predigergasse 3
Miteinladende Organisationen: Le Pont, Eglise Française, Berner Beratungsstelle für Sans-Papiers, Solidarité sans frontières

Basel
Donnerstag, 16.10., 19:30
Longo maï-Haus, St.Johanns-Vorstadt 13
Miteinladende Organisationen: Basler Anlaufstelle für Sans-Papiers, Bleiberecht Basel, Solidaritätsnetz Basel

 

 

Lehre statt Leere für Sans-Papiers

Jugendliche Sans-Papiers laden am 26. August 2014 zu einer nationalen Pressekonferenz in Bern ein, weil ihnen trotz Verordnungsänderung vom
1. Februar 2013 der Zugang zu einer Berufslehre verwehrt bleibt. Bis heute sind lediglich zwei Härtefallgesuche beim Bundesamt für Migration eingereicht worden. Dies obwohl gemäss einem Bericht der Städteinitiative rund 200 bis 300 Jugendliche von dieser Regelung profitieren dürften. Die Plattform zu den Sans-Papiers unterstützt ihr Anliegen und fordert eine Anpassung der Verordnung, damit:

    - Den Jugendlichen ein beschleunigtes und hindernisloses Verfahren zur Erlangung der Aufenthaltsbewilligung
      während der Ausbildung garantiert werden kann.

    - Allen anwesenden Familienmitglieder während der Ausbildung die Bewilligung des Aufenthaltes in der Schweiz erteilt werden kann.

Vor der Pressekonferenz führen wir mit deiner Hilfe eine Platzaktion auf dem Bärenplatz in Bern durch. Möglichst viele junge Menschen sollen ihre Solidarität mit jugendlichen Sans-Papiers bekunden. Hast Du eine Stunde Zeit und Lust mitzumachen?

Treffpunkt: Dienstag 26. August, 10.00 Uhr, im Bahnhof Bern (Treffpunkt)

Mitbringen: Falls du eine Berufskleidung und Berufsgegenstände hast, dann bring diese bitte mit. (Beispielsweise Handwerkerhosen, Kochbluse, Werkzeuge usw.) Bitte verbreite die Info über deine Kanäle!

 

Die Bilder zur Pressekonferenz und der Begleitaktion finden Sie hier.

 

Hier finden Sie weitere Informationen:

- Einladung zur Pressekonferenz vom 26.08.2014 (die französiche Version finden Sie hier)

- Medienmitteilung "Lehre statt Leere" 26.08.2014 (die französische Version finden Sie hier)

- Reden PK 26.08.2014

- Aussagen Jugendliche PK 26.08.2014

- Bericht der Schweizerischen Beobachtungsstelle für Asyl- und Ausländerrecht

- Medienmitteilung der Eidgenössischen Kommission für Migrationsfragen (EKM) vom 03.06.2014

- Artikel Sozial Aktuell (Januar 2014)

- Motion Barthassat Lehrstellen (die französische Version fnden Sie hier)

- Bericht der Städteinitiative Sozialpolitik im Auftrag des Schweizerischen Städteverbandes (Juli 2010)

 

Medienecho:

Tagesanzeiger: Hohe Hürden für papierlose Lehrlinge

SRF News: Sans Papiers machen keine Lehre – warum nicht?

Echo der Zeit vom 26.08.2014

Tageswoche: Der Zugang zu einer Ausbildung bleibt schwierig

Tageswoche: Vor dem Ende der Schulzeit hatte ich Angst.

Tele 1: Nachrichten Zentralschweizer Fernsehen vom 26.08.2014

Tele 1: Fokus Zentralschweizer Fernsehen vom 26.08.2014

Newsticker NZZ: Tiefere Hürden bei Berufslehre für Sans-Papiers gefordert

Le Temps: Les sans-papiers sont réticents à se lancer dans un apprentissage

Bluewin Infos Suisse: Sans-papiers: un collectif veut faciliter l'accès à l'apprentissage

kipa: Sans-Papiers bleibt Zugang zu Berufslehre weiterhin verwehrt

l'événement syndical: Sans papiers et sans apprentissage

 

 

 

Lösungen für eine boomende Branche im Schatten

Über dreissig Organisationen haben am Mittwoch die Kampagne „Keine Hausarbeiterin ist illegal“ lanciert. Mittels einer Petition will das Bündnis Verbesserungen der Arbeits- und Lebensbedingungen von Hausarbeiterinnen ohne geregelten Aufenthaltsstatus erreichen. Zu diesem Zweck hat es sich bereits mit ParlamentarierInnen verschiedener Fraktionen in Kontakt gesetzt, um Eingaben auf dem politischen Parkett einzubringen, die mehrheitsfähig sind.

„Sans-Papiers sind nun einmal da. Wir brauchen sie, sonst wären sie nicht hier“, meinte Frau Marianne Bloch, ehemalige langjährige Arbeitgeberin einer Hausarbeiterin ohne geregelten Aufenthaltsstatus, die unlängst bei einer Verkehrskontrolle verhaftet und ausgeschafft wurde. Schätzungen gehen von etwa 40‘000 bis 100‘000 Betroffenen aus, grossmehrheitlich Frauen. Im Kanton Zürich konnte zum Beispiel nachgewiesen werden, dass jeder 17. Haushalt eine solche Person beschäftigt, Tendenz steigend. „Diese Frauen“, ergänzte Frau Liselotte Fueter, Präsidentin der Evangelischen Frauen Schweiz EFS, „können sich gegen Gewalt und sexuelle Belästigung nicht wehren.  Darum tragen wir die Kampagne mit und unterstützen ihre Forderungen“.

Ziel der Kampagne „Keine Hausarbeiterin ist illegal“ ist die Verbesserung ihrer Lebens- und Arbeitsbedingungen auf verschiedenen Ebenen, namentlich den garantierten Zugang zu Arbeitsgerichten ohne das Risiko einer Ausweisung, den garantierten sozialen Schutz ohne Risiko einer Ausweisung sowie eine Lockerung der ausländerrechtlichen Bestimmungen für Arbeitnehmende ohne geregelten Aufenthaltsstatus insbesondere im Sektor Privathaushalt. Elisabeth Joris, Präsidentin des Vereins „Hausarbeit aufwerten – Sans-Papiers regularisieren“ betonte an der Medienkonferenz vom Mittwoch, 13. März 2013: „Die heutige Gesetzgebung, inklusive sogenannter Härtefallregelung, löst das dringende Problem der Hausarbeitenden ohne geregelten Aufenthaltsstatus nicht.“

Nationalrat Balthasar Glättli, Grüne Zürich, unterstrich die präsentierten Lösungen: „Wir stellen damit nicht nur sicher, dass Arbeitnehmende, die eine wichtige Funktion in unserer Gesellschaft und Wirtschaft einnehmen, menschenwürdige Arbeitsbedingungen vorfinden können. Wir stellen auch sicher, dass Bund, Kantone, Gemeinden und Sozialversicherungen von dieser Arbeit profitieren können, und zwar mit mehreren hundert Millionen jährlich.“ Nationalrätin Cesla Amarelle, SP Vaud, Vize-Präsidentin der SP-Frauen, betonte ihrerseits: „Indem das Gesetz nur Kader, Spezialistinnen und andere qualifizierte Arbeitnehmende die Möglichkeit gibt, eine Aufenthaltsbewilligung zu erhalten (Art. 23 AuG), bietet es der weiblichen Arbeitskraft keinem legalen Weg zu einer solchen.“

„Wir geben viel, die Leute brauchen uns. Aber wir leben immer mit Angst. Geben Sie uns eine Lebensinhalt, eine Zukunft eine Hilfe“, fasste Frau Nelly Valencia die Erwartungen des Bündnisses zusammen. Sie hat nach mehreren Jahren Arbeit als Hausarbeiterin in Lausanne Ende 2010 eine Aufenthaltsbewilligung erhalten.

Weitere Informationen zur Kampagne finden Sie ab sofort auf der Homepage der Kampagne: www.khii.ch.